3. Liga

Löwen schlagen Primus trotz 0:2-Rückstand - Kellerduell geht an Münster

28. Spieltag: Lautern gelingt Befreiungsschlag - Braunschweig und Würzburg klettern

Löwen schlagen Primus trotz 0:2-Rückstand - Kellerduell geht an Münster

Ein gelungener Coup: 1860 München nach dem Sieg gegen Duisburg.

Ein gelungener Coup: 1860 München nach dem Sieg gegen Duisburg. imago images

Es war als Topspiel tituliert worden, und es wurde auch eins. 1860 München und der MSV Duisburg lieferten sich ein rassiges Duell - mit dem besseren Ende für die Löwen. Dabei sprach Mitte der zweiten Hälfte noch alles für einen Sieg von Primus MSV: In der 34. Minute traf Compper per Kopf zur Führung, Vermeij erhöhte nach Traumpass von Sicker auf 2:0 (49.). In der 68. Minute brach jedoch Dressel nach Vorlage des eingewechselten Owusu auf links durch und verkürzte für 1860. Nur fünf Minuten später fasste sich Bekiroglu ein Herz und traf mit einem Schuss aus 16 Metern fulminant zum Ausgleich. Damit nicht genug, der eingewechselte Owusu drehte in der 86. Minute das Spiel komplett - 3:2. In der 80. Minute hatte übrigens 1860-Keeper Hiller sein Team noch mit einer Wahnsinnsparade gegen Vermeij vor dem Ausgleich bewahrt. Die Löwen springen damit auf Rang drei und liegen nur noch zwei Punkte hinter den nach wie vor auf Rang eins liegenden Zebras.

Halle wird von Münster überrollt

In Münster war gerade mal eine halbe Stunde gespielt, da lagen die Gäste aus Halle schon mit 0:3 zurück. Rodrigues Pires hatte die Preußen schon nach vier Minuten in Führung gebracht, neun Minuten später legte Litka per abgefälschtem Schuss schnell nach. Als auch noch Schnellbacher in der 31. Minute traf, war das Kellerduell schon vorentschieden. Zwar verkürzte Hansch per Kopf in der 64. Minute nochmal, Litka machte mit seinem zweiten Treffer (77.) aber endgültig alles klar. Halles Hilßner betrieb mit dem 2:4 kurz vor Abpfiff nur noch Ergebniskosmetik. Die Münsteraner liegen allerdings immer noch drei Zähler hinter den Sachsen-Anhaltinern, die die erste Mannschaft unter dem Strich sind.

3. Liga - 28. Spieltag
3. Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Duisburg MSV Duisburg
47
2
Haching SpVgg Unterhaching
47
3
TSV 1860 1860 München
45
3. Liga - Torjäger 2019/20
Bayern II Wriedt Kwasi Okyere
17
Vikt. Köln Bunjaku Albert
16
Chemnitz Hosiner Philipp
16
3. Liga - Scorer 2019/20
Meppen Undav Deniz
26
TSV 1860 Mölders Sascha
24
Bayern II Wriedt Kwasi Okyere
22
3. Liga - Topspieler (Tor) 2019/20
Rostock Kolke Markus
2,64
Haching Mantl Nico
2,70
Zwickau Brinkies Johannes
2,77

Jena verliert sein "Heimspiel" gegen Chemnitz

Carl Zeiss Jena musste für sein Heimspiel gegen Chemnitz ins 240 Kilometer entfernte Würzburg ausweichen. Die Thüringer reklamierten in der 24. Minute Elfmeter, weil Chemnitz-Verteidiger Kircher der Ball vom eigenen Fuß an die Hand sprang. Auf der anderen Seite traf Gabriele in der 40. Minute aus bester Position nur den Pfosten. In der 56. Minute machte es Tallig besser: Aus gut 20 Metern zog der Chemnitzer trocken ab, das Leder schlug unhaltbar im langen Eck ein. Das reichte den Sachsen zum Sieg, Jena hatte auch in der Schlussphase nichts mehr entgegenzusetzen. Das Schlusslicht ist nun schon 16 Punkte vom rettenden Ufer entfernt, während Chemnitz vier Punkte Vorsprung zu den Abstiegsrängen hat.

Krämer-Einstand gelingt: Uerdingen siegt in Mannheim

Stefan Krämer feierte mit dem KFC Uerdingen einen gelungenen Einstand beim zuvor 13 Partien ungeschlagenen SV Waldhof Mannheim. Die Gäste waren im ersten Durchgang das aktivere Team, hatten mehr Chancen und wären beinahe früh in Führung gegangen: Osawe traf in der Anfangsphase nur das Lattenkreuz (8.). Besser machte es der antrittsstarke Angreifer in der 33. Minute, als er Königsmann mit einem platzierten Schuss keine Chance ließ. Mit der Führung im Rücken blieben die Krefelder im zweiten Durchgang dran, Kirchhoff traf nach einer Ecke per Fallrückzieher zum 2:0 (64.). Nur fünf Minuten später stellte Koffi aber wieder den alten Abstand her (69.) - den dank der ersten Hälfte verdienten Vorsprung brachte Uerdingen aber über die Zeit. Uerdingen festigte damit seinen Mittelfeldplatz, Waldhof Mannheim fiel auf Rang drei zurück.

Lautern feiert ersten Sieg im Jahr 2020

Kaiserslautern landete einen glücklichen Befreiungsschlag in Magdeburg. Der FCK legte dabei einen Frühstart hin: Picks Eckstoß fand Hainault, der sich gegen zwei Bewacher behauptete und zum 1:0 ins lange Eck einköpfte (5.). Magdeburg riss danach das Geschehen an sich, Beck (zweimal 11.), Bertram (15., 22.) und Chahed (30.) kamen dem Ausgleich nahe. Das Bild setzte sich auch nach dem Seitenwechsel fort: Nach einer Eckball-Variante staubte Chahed ab, doch Schad kratzte die Kugel noch von der Linie (49.). Auch ein Elfmeter führte nicht zum Ausgleich: Gjasula scheiterte an Grill (69.). Trotz großem Druck brachte der FCK die knappe Führung über die Zeit und vergrößerte den Abstand zur Abstiegszone damit auf vier Punkte.

Richards markiert den späten Siegtreffer

Der FC Ingolstadt - erstmals mit Trainer Tomas Oral an der Seitenlinie - hatte vor der Corona-Pause nur einen Punkt aus fünf Spielen geholt und auch gegen den FC Bayern II setzte sich mit einem 1:2 der Negativlauf fort: Ohne die gesperrten Krauße und Kutschke geriet der FCI früh in Rückstand, Kern brachte die Gäste in Führung (4.). Arp hätte nach einer halben Stunde nachlegen können, fand aber in Buntic seinen Meister (31.). Stattdessen glich Gaus nach einer Ecke kurz vor der Pause aus (44.). Nach der Pause trat Ingolstadt entschlossener auf und kam zu Chancen. Den Schlusspunkt setzte aber Richards, der für die Gäste kurz vor Abpfiff den Siegtreffer markierte - es war der erste Auswärtssieg im achten Duell der beiden Teams. Die zweite Mannschaft der Bayern erklomm damit Rang vier, Ingolstadt fiel auf den achten Platz zurück, hat aber nur zwei Punkte Rückstand auf den Relegationsrang.

Torreiche Partie in Braunschweig

Viktoria Köln hatte vor der Corona-Pause drei Siege in Folge eingefahren. Entsprechend selbstbewusst gingen die Domstädter das Auswärtsspiel bei Ex-Trainer Marco Antwerpen und Eintracht Braunschweig an. Bereits in der 3. Minute gingen die Gäste in Führung: Carls bediente Wunderlich, der zum 1:0 einschob. Braunschweig fand allerdings in Person von Bürger schnell die Antwort - 1:1 (10.). Noch vor der Pause drehten die Hausherren das Spiel dann komplett: Kobylanski erzielte das 2:1 (40.). Die Viktoria gab sich aber nicht auf und schlug im zweiten Durchgang durch Saghiri zurück (62.) - kassierte aber nur zwei Minuten später durch Bär den erneuten Rückstand (64.). Der gebürtige Braunschweiger setzte in der 79. Minute schließlich auch den Schlusspunkt zum 4:2. Braunschweig kletterte damit auf Rang fünf und hat wie Waldhof Mannheim, der FC Bayern II und die Würzburger Kickers 44 Punkte auf dem Konto.

Würzburg hält Kontakt zur Spitzengruppe

Die Würzburger Kickers haben sich mit 3:1 beim SV Meppen durchgesetzt und Tuchfühlung zur Spitzengruppe gehalten. Nach einem höhepunktarmen ersten Durchgang präsentierte sich der SVM zunächst zwar wesentlich aufgeweckter - das Tor erzielten aber die Unterfranken. Joker Herrmann traf nach Sontheimer-Vorlage zum 1:0 (72.). Dann legte Pfeiffer nach (77.), ehe Herrmann einen Doppelpack schnüren durfte (89.). Undavs Ehrentreffer fiel nicht mehr ins Gewicht (90.).

Haching springt auf den zweiten Rang

Durch einen 2:0-Sieg bei Sonnenhof Großaspach hat die SpVgg Unterhaching einen direkten Aufstiegsplatz erobert. imago images

Die SpVgg Unterhaching ist auf einen direkten Aufstiegsplatz geklettert. Die Münchner Vorstädter setzten sich mit 2:0 bei der SG Sonnenhof Großaspach durch. Nach einer dominanten Anfangsphase der Gäste kamen die Schwaben plötzlich zu zwei guten Chancen, doch Gehring (35.) und Martinovic (43.) ließen diese liegen. Mitten in die Phase dieses kleinen Aufschwungs schlug Haching dann zu: Schröter verwertete eine Flanke volley zum 1:0 (45.). Kurz nach der Pause erhöhte Hain nach Vorlage von Schwabl (48.). Die Gastgeber hätten sich beinahe nochmal zurückgemeldet, doch Martinovic traf nur den Pfosten (64.). Weil es beim 2:0 blieb, eroberte Haching den zweiten Platz. Die SGS dagegen hat bei zwölf Punkten Rückstand nur noch winzige Chancen auf den Klassenerhalt.

Rostock verspielt Zwei-Tore-Führung

Vor der Saisonunterbrechung hatte Hansa Rostock neun von zwölf möglichen Punkten geholt - und präsentierte sich auch beim Re-Start in Zwickau zunächst in guter Form. Granatowski erzielte die Führung vom Elfmeterpunkt (Frick an Verhoek, 22.). Verhoek legte nur fünf Minuten später nach - 2:0 (27.)! Im zweiten Durchgang sorgte Miatke allerdings durch den Anschlusstreffer nochmal für Spannung (60.), ehe Huth tatsächlich den Ausgleich erzielte (72.). Es sollte aus Rostocker Sicht noch schlimmer kommen, denn in der 77. Minute flog Verhoek mit Gelb-Rot vom Feld. Beim 2:2 blieb es bis zum Schluss.

kon