Bundesliga

Bundesliga, Der Re-Start: Notfallpläne für die Schiedsrichter

Was passiert bei kurzfristigen Ausfällen wegen Corona?

Notfallpläne für die Schiedsrichter

Lutz-Michael Fröhlich

Auch die Schiedsrichter mussten ihre Arbeitsabläufe coronabedingt anpassen: DFB-Schiedsrichterboss Lutz-Michael Fröhlich. imago images

Flexibilität, Disziplin und Geduld - das sind die Tugenden, auf die es laut DFB-Schiedsrichterboss Lutz-Michael Fröhlich in den kommenden Wochen ankommen wird. Denn auch die Ansetzung der Unparteiischen für die anstehenden Geisterspiele läuft unter ganz besonderen Voraussetzungen ab. Das beginnt schon damit, dass nicht wie bisher mindestens zwei Tage vorher vermeldet wird, welcher Schiedsrichter wo pfeift. Sondern erst nach Auswertung aller Coronatests am jeweiligen Spieltag.

Doch wie läuft das Testverfahren bei den Referees ab? In der kommenden Woche werden sich etwa 100 Unparteiische inklusive Assistenten zwischen Montag und Mittwoch auf das Coronavirus testen lassen - wohl bei einem heimatnahen Klub der 1. oder 2. Bundesliga. Dann wird klar sein, ob die geplanten Ansetzungen beibehalten werden können oder ob eventuell umdisponiert werden muss.

Erfahrene Referees für entlegene Standorte

Die Sache ist damit aber noch nicht erledigt. Analog zu den Spielern müssen sich auch die Schiedsrichter einen Tag vor dem Anpfiff einem zweiten Corona-Test unterziehen. Im Fall eines dann positiven Befunds, der womöglich erst am Vormittag des Spieltags feststehen könnte, müsste kurzfristig Ersatz einspringen. In erster Linie wäre der "Ersatzmann" dabei der 4. Offizielle. Aus diesem Grund sollen deshalb gerade an entlegenen Bundesliga-Standorten wie Freiburg oder Leipzig möglichst Erstliga-Referees für die Rolle des 4. Offiziellen vorgesehen werden.

Damit nicht genug, denn auch an weitere Eventualitäten wurde gedacht: So besteht zudem die Möglichkeit, dass ein Ersatzschiedsrichter mit relativ kurzer Anfahrtszeit nachnominiert werden kann. Ebenfalls will Fröhlich "nicht gänzlich ausschließen, dass im Ausnahmefall ein Zweitligaschiri ein Bundesligaspiel leitet." Vorübergehend aufgehoben ist ohnehin die Regel, dass Schiedsrichter nicht innerhalb ihres Landesverbands pfeifen dürfen.

Um die Hygienregeln einzuhalten, gelten in den Schiedsrichterkabinen ebenfalls strenge Vorgaben, ebenso im "Kölner Keller", wo die Arbeitsplätze der Video-Assistenten unter anderem durch Plexiglasscheiben getrennt sind.

CSL

kicker-Noten: Die aktuellen Bundesliga-Spieler mit den meisten "Einsern"