Bundesliga

Bundesliga-Geisterspiele für Oliver Bierhoff "möglich und sinnvoll"

Nationalmannschaftsdirektor erwartet Bereinigung

Geisterspiele sind für Bierhoff "möglich und sinnvoll"

Oliver Bierhoff

Er geht davon aus, dass die Gehälter im Fußball sinken werden: Oliver Bierhoff. imago images

"Es wird auf jeden Fall eine starke Reaktion in den nächsten ein, zwei, drei Jahren geben", sagte der 51-Jährige in einem Gespräch mit den Fernsehsendern "RTL" und "ntv": "Natürlich werden die Preise runtergehen, genau wie die Gehälter."

Bierhoffs Annahme fußt auch auf persönlichen Erfahrungen des Europameisters von 1996 aus seiner Zeit in Italien. "Als ich 1991 kam, florierte die Wirtschaft. Es war überall genug Geld da und es wurde ausgegeben", blickte Bierhoff zurück: "Und irgendwann kamen die Manipulationen, auf einmal wurden auch bei kleinen Vereinen Schwarzgelder aufgedeckt. Die Wirtschaft brach zusammen, viele Skandale gab es. Und da gab es eine Bereinigung bei Vereinen bei Gehältern um 50 Prozent. Und das ging dann auch."

Geisterspiele könnten helfen

Dennoch ist auch Bierhoff daran gelegen, dass es zu keiner allzu starken Bereinigung kommt. Dafür plädiert er für Geisterspiele, die sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus sozialer Sicht Vorteile böten.

Die Klubs würden nicht allzu viel TV-Gelder verlieren und die Menschen bekämen in diesen schweren Zeiten etwas Abwechslung geboten. "Ich halte es für möglich und sinnvoll, auch Spiele ohne Zuschauer stattfinden zu lassen", sagte Bierhoff, der auch der Meinung ist, dass "irgendwann ein Wettbewerb auch mal zu einem Ende kommen" solle.

drm

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