Bundesliga

Rode: "Staatsgelder wären schwierig zu verkaufen"

Frankfurts Mittelfeldspieler über den neuen Alltag und wirtschaftliche Folgen

Rode: "Staatsgelder wären schwierig zu verkaufen"

Eintracht Frankfurts Sebastian Rode appelliert an die Vernunft aller.

Eintracht Frankfurts Sebastian Rode appelliert an die Vernunft aller. imago images

...seinen neuen Alltag: "Am Dienstag hatten wir einen Laktattest, um auf dem neuesten Stand zu sein. Der Trainingsplan heute sah vor, dass wir 40 Minuten laufen und Stabilisationsübungen machen mussten. Ich war am Main laufen und habe die Übungen zu Hause gemacht. Von Tag zu Tag bekommen wir geschickt, was wir am nächsten Tag machen sollen. Es wird auch angeboten, das Training in kleinen Gruppen am Stadion zu absolvieren, aber ich mache es von zu Hause aus, um so wenige Kontakte wie möglich zu haben. Den Rest des Tages gehe ich viel spazieren und koche. Stand jetzt geht es am Montag mit dem Mannschaftstraining weiter. Aber wir sind nicht davor gefeit, dass wir noch länger zu Hause bleiben müssen und individuell trainieren. Momentan ist es ein bisschen vergleichbar mit Winterpause. Da hat man auch ein, zwei Wochen frei und eine kleine Vorbereitung. Man verliert nicht viel, wenn man sich an die Pläne hält."

...die Bundesliga-Absage am vergangenen Freitag: "Wir hatten am Vormittag eine Besprechung im Stadion mit dem Trainer, der sagte, auch er könne keinen Ausblick geben, ob am Sonntag gespielt wird. Als ich nach meinem Mittagsschlaf wach wurde, sagte meine Frau: 'Am Wochenende ist auch frei.' Das war schon in Salzburg so, da habe ich mittags ebenfalls geschlafen, auf einmal wache ich auf und das Spiel fällt aus. Ich sollte vielleicht nicht so oft Mittagsschlaf machen ..." (lacht)

Spielersteckbrief Rode
Rode

Rode Sebastian

Trainersteckbrief Hütter
Hütter

Hütter Adolf

Eintracht Frankfurt - Vereinsdaten
Eintracht Frankfurt

Gründungsdatum

08.03.1899

Vereinsfarben

Rot-Schwarz-Weiß

...die aktuellen Entwicklungen: "Ich verfolge das sehr aufmerksam, fast stündlich ändert sich etwas, von daher muss man auf dem Laufenden sein. Ich bin relativ entspannt und finde es gut, wie Politiker wie Klöckner oder Altmaier versuchen, die Panik herunterzuschrauben. Wenn sich jeder an die Vorgaben und Hygienemaßnahmen hält und keine Hamsterkäufe macht - so etwas ärgert mich - wird das sehr gut ablaufen und dann werden wir das zusammen schaffen in Deutschland. Ich halte es nicht für gut, komplett alles lahmzulegen. Man muss trotzdem aufpassen, gerade zu wem man soziale Kontakte hat; die Älteren können von dem Virus sehr betroffen sein."

...Solidarität, wirtschaftliche Auswirkungen auf den Fußball und Geisterspiele: "Wir Fußballprofis haben natürlich auch eine gewisse soziale Verantwortung. Ich finde gut, was Jörg Schmadtke gesagt hat, dass es schwierig zu verkaufen wäre, wenn Fußballvereine um Staatsgelder bitten würden, wenn es eng wird. Ich finde schon, dass dann intern gesprochen werden sollte, wie man am besten agiert. Ich vertraue voll und ganz unserem Vorstand, gerade auch Fredi Bobic ist sehr fair im Umgang mit allen Mitarbeiten. Es wird eine Lösung gefunden werden, sollte es hart auf hart kommen. Man muss in den sauren Apfel beißen und auch ohne Zuschauer spielen, wenn es sein muss. Es wird spannend sein, wie es mit Transfersummen und Spielergehältern weitergeht, ob da die Stellschraube ein bisschen zurückgedreht wird."

Im Ticker: Coronavirus und der Sport

Aufgezeichnet von: Julian Franzke