Bundesliga

Kommentar von Bayern-Reporter Karlheinz Wild: Jetzt muss Flick auch bei Transfers gehört werden

Kommentar zur bevorstehenden Weiterbeschäftigung

Jetzt muss Flick auch bei Transfers gehört werden

Hansi Flick

Seine Bilanz stimmt: Bayern-Coach Hansi Flick. imago images

Ballfertige, systematische Dominanz, selbstverständliche, zielgerichtete Offensive, unermüdliches, gnadenloses Pressing: Der Trainer Hansi Flick hat fußballballspezifisch die richtigen Reformen verordnet, genauso zwischenmenschlich die Lage befriedet. Mit seinem ausgleichenden Wesen gelang es ihm, den zuvor aufgeregten Klub sowie so manchen nörgelnden Profi zu beruhigen. Selbst Superstars wie Coutinho oder Weltmeister wie Hernandez nehmen ihre Nebenrolle hin.

Dazu stärkt Flick jene Führungskräfte, auf die er sich komplett verlassen kann: Neuer und Lewandowski sowieso; auch wieder Müller und - neu - Alaba. Dieser Fußballlehrer schätzt neben der in München selbstverständlichen Topqualität für das originäre Spiel Charakter und Identifikation mit dem Verein. Weil er diese Werte plus Kompetenz vorlebt, wucherten auch in jener Phase, da es Diskussionen über seine ungeklärte Zukunft und in der Folge über seine Autorität durchaus hätte geben können, im Kader nie Zweifel an ihm.

Die Auswahl neuer Spieler wird nun spannend. Bislang hielt sich Flick bescheiden zurück. Einen Can oder Dodo konnte er sich im Winter gut vorstellen, einen Werner schon im Sommer 2019. Doch damals war er lediglich Co-Trainer und mit begrenztem Einfluss. Mittlerweile hat er sich als Chefcoach profiliert. Nun muss er seine Ideen bei Transfers vertreten - und die Klub-Führung ihn dabei hören. Einen Havertz etwa schätzt Flick sehr.

Alles rund um Flicks Zukunft bei den Bayern lesen Sie im aktuellen kicker vom Donnerstag. Dort finden Sie auch den Einwurf von Chefreporter Karlheinz Wild.

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