Bundesliga

Von wegen Torgarantie: Borussias Zittern vom Punkt

Gladbach konnte nur zwei der letzten sechs Elfmeter verwandeln

Von wegen Torgarantie: Borussias Zittern vom Punkt

Gladbachs Alassane Plea scheitert vom Punkt an Hoffenheims Keeper Oliver Baumann

Gladbachs Alassane Plea scheitert vom Punkt an Hoffenheims Keeper Oliver Baumann. imago images

Was waren das noch für Zeiten, als sich Filip Daems verantwortlich für die Gladbacher Elfmeter zeichnete. Da musste kein Fohlen-Fan zittern und bangen, da wurde sich voller Vorfreude auf den folgenden Torerfolg schon vor der Ausführung zum Jubeln bereitgemacht. Heute ist eher Daumendrücken angesagt, wenn einer der Borussen-Profis am Punkt steht. Die Torgarantie früherer Zeiten ist erloschen. In der laufenden Bundesliga-Spielzeit fanden von vier Elfmetern nur zwei ihr Ziel. Saisonübergreifend wurden sogar nur zwei von sechs Strafstößen verwandelt. Eine stark verbesserungswürdige Quote.

Plea statt Stindl - Rose: "Das haben die Jungs unter sich ausgemacht"

Der Elfmeter, im Fußball der vermeintlich einfachste Weg zur Torerzielung, bleibt für die Borussen eher eine Herkulesaufgabe. Am Samstag beim 1:1 gegen die TSG Hoffenheim scheiterte dieses Mal Alassane Plea. Der Torjäger ist eigentlich bekannt für seine punktgenauen Abschlüsse, selbst aus größerer Distanz. Doch sein halbhoher Schuss wurde zur leichten Beute für TSG-Keeper Oliver Baumann. Als Schütze stand auch Lars Stindl, der den letzten Elfmeter am 18. Dezember gegen den SC Paderborn (2:0) verwandelt hatte, bereit. Der Kapitän überließ die Ausführung aber Plea. "Das haben die Jungs unter sich ausgemacht", erklärte Trainer Marco Rose.

Außer Stindl verwandelte zuletzt nur noch Ramy Bensebaini - am 7. Dezember nervenstark in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum 2:1-Triumph über den FC Bayern. Breel Embolo indes scheiterte am 13. Spieltag beim 4:2 gegen SC Freiburg am Pfosten. Davor, in der vergangenen Saison, leisteten sich Jonas Hofmann beim 2:0 gegen den FC Augsburg (gehalten von FCA-Torhüter Gregor Kobel) und der im Sommer zu Borussia Dortmund gewechselte Thorgan Hazard beim 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg (über das Tor) Fehlschüsse.

Keine Startelf-Garantie für die potenziellen Schützen Stindl und Bensebaini

Am nächsten Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) wartet auf die Borussia das Auswärtsspiel beim FC Augsburg. Sollte der Fohlenelf wieder ein Strafstoß zugesprochen werden, bieten sich Stindl und Bensebaini als Schützen an. Der Haken: Gesichert ist es noch nicht, dass wenigstens einer von beiden tatsächlich in der Startelf steht.

Jan Lustig