2. Bundesliga

VfB Stuttgart - Badstuber und Kaminski vor Comeback

Stuttgart: Die Rückkehr der Innenverteidiger erhöht den Leistungsdruck

Badstuber und Kaminski stehen in den Startlöchern

Holger Badstuber

Ist schon bald wieder eine Alternative in der Abwehr: Holger Badstuber. imago images

Während der Rest der Mannschaft am heutigen Mittwoch frei hat, drehen Badstuber und Kaminski auf dem Rasen des Stuttgarter Trainingsgeländes ihre Runden. Mal langsam, mal etwas schneller, mal mit, mal ohne Drehungen, mal spielen sie flache Pässe, mal schlagen sie Flanken. Die beiden Innenverteidiger, der eine wegen eines Faserrisses im Adduktorenbereich, der andere nach einer Kreuzbandruptur lange außer Gefecht gesetzt, arbeiten fleißig an ihren Comebacks. Für die kommende Partie gegen Regensburg (Samstag, 13 Uhr) dürfte es eher nicht reichen. Bereits in Fürth in der Woche darauf, könnte es klappen.

Verdrängungswettbewerb in der Defensive

Die Rückkehr der beiden erfahrenen Abwehrspieler, die als Leistungsträger für die junge Mannschaft gelten, erhöht den Verdrängungswettbewerb in der Defensive. Atakan Karazor oder Nathaniel Philipps, die als Statthalter durchaus überzeugen konnten, müssen um ihre gerade eroberten Plätze bangen. "Die Qual der Wahl zu haben, ist immer besser, als wenn sich die Mannschaft selbst aufstellt", meint Sven Mislintat, der die Leistungen der beiden beim 1:0-Erfolg in Bochum lobend hervorhebt. "Für Ata freut mich besonders, dass er an alter Wirkungsstätte so ein Spiel gemacht hat. Und auch Nat hat, nach den ersten 10 Minuten mit ein, zwei Fehlpässen, super zurückgefunden und mit seiner Kopfballstärke zum Schluss extrem geholfen."

Kempf braucht noch vier Wochen

Der Stuttgarter Sportdirektor weiß um den Leistungsdruck, der mit der Rückkehr Badstubers und Kaminskis neu aufgebaut wird, bleibt aber gelassen. "Wir können mit viel Qualität gut leben", so der Kaderplaner, der seine Achtung vor den beiden erfahrenen Verteidigern zum Ausdruck bringt. "Marcin und Holger sind Supertypen, sie haben eine brutale Qualität." Die in ein paar Wochen weiter gesteigert wird, wenn schließlich auch Kapitän Marc Oliver Kempf nach einem Kieferbruch zurückkehrt. "Kempfi braucht aber noch mindestens vier Wochen."

George Moissidis

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