2. Bundesliga

FC St. Pauli: Jos Luhukay rehabilitiert Dimitrios Diamantakos

St. Pauli vor dem Kellerduell mit Dresden

Luhukay rehabilitiert Diamantakos - warme Worte für Veerman

Jos Luhukay, Dimitrios Diamantakos

Zuletzt nicht immer gut aufeinander zu sprechen: Jos Luhukay (li.) und Dimitrios Diamantakos. imago images

Auf der Pressekonferenz am Donnerstag kündigte der Niederländer an, Stürmer Dimitrios Diamantakos für das Dresden-Spiel wieder ins Aufgebot berufen zu wollen. Der Grieche war vor dem 1:2 in Kiel aus dem Kader gestrichen worden, weil er nach Vereinsangaben seine "Unzufriedenheit zu sehr zur Schau gestellt" habe und dies auch Auswirkungen auf seine Trainingsarbeit gehabt habe.

Nun habe Diamantakos aber die passende Antwort gegeben, verkündete Luhukay. "Die Wahrheit liegt auf dem Trainingsplatz. Wenn die Einstellung stimmt, kann sich jeder anbieten", sagte der Coach. "Das hat Dimi in den letzten drei Tagen getan. Er ist im Kader." Seit einem im November erlittenen Muskelfaserriss stand Diamantakos nicht mehr in einem Pflichtspiel auf dem Platz, spielte nach seiner Rückkehr bislang noch keine Rolle.

Schieß ruhig den nächsten.

Jos Luhukay zu Henk Veerman

Von Anfang an wird der Grieche trotz seiner Rehabilitierung durch Luhukay wohl nicht auflaufen, im Sturmzentrum dürfte Henk Veerman gesetzt bleiben - trotz seines bitteren Elfmeter-Fehlschusses in Kiel, der St. Pauli einen Punkt im Abstiegskampf kostete. "Henk war wegen seines verschossenen Elfmeters nicht zu trösten", erzählte Luhukay. "Er hat gesagt: 'Das war mein Fehler. Mein Tor nützt da wenig'." Sollte St. Pauli auch im so wichtigen Spiel gegen Dresden einen Strafstoß zugesprochen bekommen, dürfte Veerman trotzdem wieder antreten. "Ich habe ihm gesagt: 'Schieß ruhig den nächsten'", so Luhukay.

"Kein Endspiel" - aber ein Wiedersehen mit Kauczinski

Mit einem Sieg gegen Dresden könnte St. Pauli den Tabellenletzten um acht Punkte distanzieren und unter Umständen auch den Abstand auf die Abstiegsplätze erhöhen. Zu hoch hängen möchte Luhukay die Bedeutung der Partie aber nicht. "Das Spiel ist kein Endspiel. Die Tabelle interessiert erst am 34. Spieltag", gab der Niederländer zu Protokoll. "Nichtsdestotrotz verschließen wir die Augen vor der aktuellen Situation nicht."

Luhukay trifft am Freitag nicht nur auf einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, sondern auch auf seinen direkten Vorgänger auf St. Pauli: Der 56-jährige Niederländer löste im vergangenen April Markus Kauczinski als Coach am Millerntor ab, nun kehrt dieser als Dynamo-Coach an alte Wirkungsstätte zurück. "Die Mannschaft tritt unter ihm etwas anders auf", lässt Luhukay wissen, sieht seine Mannschaft darauf aber gut eingestellt: "Damit haben wir uns auseinandergesetzt."

mib