Bundesliga

Lizenzspielerleiter Kehl: "Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht"

BVB zeigt verbesserte Abwehrhaltung gegen Köln

Lizenzspielerleiter Kehl: "Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht"

Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl

Derzeit zufrieden mit der Entwicklung: Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl. Gety Images

Wieder fünf Tore geschossen, diesmal aber nur eins kassiert - der Sieg gegen Köln gefiel Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl wesentlich besser als das 5:3 beim FC  Augsburg eine Woche zuvor. Nach der Rückrunden-Auftaktpartie hatten sowohl Kehl als auch Sportdirektor Michael Zorc eine verbesserte Verteidigungshaltung aller Borussen angemahnt. Eine Maßnahme, die gegen Köln Wirkung zeigte - auch wenn sich der BVB nach dem 3:0 unnötigerweise noch ein Gegentor einfing.

"Wir haben gegen Köln die Probleme, die vor einer Woche in Augsburg noch teilweise vorhanden waren, nicht auftreten lassen", bilanzierte Abwehrchef Mats Hummels zufrieden. Eine kleine Einschränkung allerdings nahm der 31-Jährige dann mit Blick auf das Kölner Tor dann doch vor: "In der Phase rund um das 3:1 haben wir den Ball ein paar Mal leichtfertig hergegeben bei der Annahme. Ansonsten war es sehr konzentriert und sehr engagiert von uns. Die offensiven Jungs hatten eine sehr gute Rückwärtsbewegung."

"Verbessert" fand auch Kehl den Auftritt des BVB und bilanzierte auf kicker-Nachfrage: "Wir haben in allen Bereichen einen Schritt nach vorne gemacht. Wir wissen, dass wir es noch besser machen können und auch müssen. Aber für den Moment sind wir sehr zufrieden." Die Fans teilten diese Einschätzung offenbar, sie feierten ihre Mannschaft nach dem Schlusspfiff vor der Südtribüne. "Das zeigt uns, dass es grundsätzlich gut war", sagte Julian Brandt, der sich dennoch über das Gegentor ärgerte: "Wir müssen uns vorwerfen, dass wir beim Stand von 3:0 nicht mit 100 Prozent weitergemacht haben. Stattdessen haben wir versucht, Körner zu sparen. Da müssen wir seriöser weiterspielen."

Hummels mahnt

Genau das wollte auch Hummels nicht unkommentiert stehen lassen: "Wir werden in Phasen wie rund um das Kölner Tor nicht immer 3:0 führen. Und wir werden künftig auch auf Gegner treffen, die noch mehr individuelle Qualität haben als Köln, auch wenn sie das sehr gut gemacht haben. Und gegen solche Gegner werden diese Phasen noch eklatanter bestraft", mahnte der BVB-Abwehrchef, der dennoch nicht zu hart mit seiner Mannschaft ins Gericht gehen wollte, sondern wie Brandt die deutliche Führung als mildernden Umstand gelten ließ: "Beim 3:0 hatten wir vielleicht das Gefühl, dass das Spiel durch ist. Aber im optimalen Fall finden solche Phasen gar nicht statt."

Matthias Dersch