Bundesliga

Subotic: Vorne da, hinten sowieso

91 Prozent Zweikampfquote und Premierentreffer

Subotic: Vorne da, hinten sowieso

Neven Subotic

Neven Subotic war gegen Augsburg nicht nur Torschütze, sondern auch überragender Zweikämpfer. imago images

In 221 Bundesliga-Spielen hatte Subotic bislang 15 Tore erzielt, zuletzt am 9. Mai 2015 noch im Trikot des BVB. Gegen den FCA fügte der ehemalige serbische Nationalspieler sein 16. hinzu. Nach einem Eckball von Union-Kapitän Christopher Trimmel staubte Subotic am zweiten Pfosten zum 1:0 ab. "Er stand dort, wo er bei Standards stehen muss", attestierte sein Trainer Urs Fischer.

Subotic hatte somit maßgeblichen Anteil daran, dass sein Team letztlich mit 2:0 als Sieger vom Feld ging - für die Köpenicker übrigens schon die Heimzähler 16, 17 und 18. "Wir haben hier gegen ein sehr gutes Team verloren", bestätigte Augsburgs Angreifer Florian Niederlechner, der am "Sky"-Mikrofon auch noch einmal daran erinnerte, dass bereits Mannschaften wie Dortmund (3:1) und Mönchengladbach (2:0) aus der "Alten Försterei" mit leeren Händen nach Hause gefahren waren.

Subotic, zweimaliger Deutsche Meister mit Dortmund, hinterließ derweil nicht nur in der Offensive einen bleibenden Eindruck, sondern auch durch seine Defensivaufgaben: Der 31-Jährige gewann satte 91 Prozent seiner Zweikämpfe. Zum Vergleich: Seine beiden Innenverteidiger-Kollegen der Dreierkette, Keven Schlotterbeck und Marvin Friedrich, blieben deutlich unter dieser Marke. Während Freiburg-Leihgabe Schlotterbeck immerhin noch 58 Prozent seiner Duelle für sich entschied, waren es bei Friedrich nur 40.

Bei solchen Werten ist es dann doch erstaunlich, dass Union letzten Endes gar zu Null spielen konnte, vor allem, weil Augsburg vor dem Gastspiel in Berlin neun Spiele in Folge stets getroffen hatte. Doch an der "Alten Försterei" riss diese Serie, auch weil die Eisernen gerade in den letzten 20 Minuten "schwierige Situationen überstanden" hatte, so Fischer. "Augsburg hatte großen Druck erzeugt. Da hatten wir das nötige Matchglück."

Glück im Unglück hatte offenbar auch Robert Andrich. Der Mittelfeldmann biss nach einer zwischenzeitlichen Behandlungspause noch auf die Zähne, musste dann nach 79 Minuten aber doch verletzungsbedingt ausgewechselt werden. "Erste Info: Pferdekuss", gab Fischer auf der Pressekonferenz bekannt: "Es sollte nicht allzu schlimm sein, er wird aber noch untersucht."

ssc