Bundesliga

Reuters hartes Urteil: "Zu blöd angestellt"

Augsburger Absturz? Nächste Woche gegen Bremen

Reuters hartes Urteil: "Zu blöd angestellt"

Neven Subotic

Jeffrey Gouweleeuw verliert Neven Subotic aus den Augen. Der Union-Verteidiger trifft daraufhin zum 1:0. imago images

Die zweite Hälfte war noch keine zwei Minuten alt, da jubelte Union erstmals - und das in einem Spiel, das bis dato 45 Minuten lang höhepunktlos geblieben war. Berlins Innenverteidiger Subotic lauerte bei einer Trimmel-Ecke am hinteren Pfosten und stand nach Hahns unfreiwilliger Kopfballverlängerung goldrichtig. Ein Abstauber, über den sich die meisten der 22.012 Zuschauer an der Alten Försterei freuten.

Zu dieser Gesellschaft zählten aber weder 2.500 mitgereisten FCA-Fans, noch die komplette Delegation der Fuggerstädter. Kapitän Daniel Baier, der sich direkt nach Spielende dem On-Field-Interview bei "Sky" stellte, sagte komplett frustriert: "Der Trainer hat die ganze Woche darauf hingewiesen, dass man gegen ihre großen Spieler Standardgegentore kassieren kann."

Allein die drei Innenverteidiger der Eisernen um Marvin Friedrich (1,92m), Keven Schlotterbeck (1,89m) und den Torschützen Neven Subotic (1,93m) haben absolutes Gardemaß und sind somit prädestiniert für ruhende Bälle. Dass Subotic am Ende aber mit dem rechten Fuß und nicht mit der Stirn traf, ist aus Augsburger Sicht umso ärgerlicher. Das fand auch Manager Stefan Reuter: "Da stellen wir uns zu blöd an." Der Europameister von 1996 hatte schon in der Vorwoche beim 3:5 gegen Borussia Dortmund die Abwehrleistung als "zu sorglos" und "zu euphorisch" getadelt.

Auch die Offensive bekam ihr Fett weg. "Wir haben erst hinten heraus in den letzten 20 Minuten angefangen, Fußball zu spielen", so Reuter, der zwar "etliche Chancen" gesehen habe, diese aber nicht gemacht wurden.

Darin sah auch Toptorjäger Florian Niederlechner den größten Unterschied des Nachmittags: "Union Berlin hat seine zweite Chance genutzt, wir unsere nicht." Jedoch muss auch erwähnt werden, dass der FCA seine beiden größten Chancen erst in der 89. und 90. Minute hatte.

Mit zwei Niederlagen zu Jahresbeginn müssen die bayerischen Schwaben nun aufpassen, nach einer soliden Hinrunde mit 23 Zählern und Platz 10, nicht in die Abstiegszone abzurutschen. Nächster Gegner: das ebenfalls stark gefährdete Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr).

ssc