Bundesliga

Eintracht Frankfurt - Hütter: "Wir brauchen mehr als ein perfektes Spiel"

Stolpert mit Leipzig das nächste Spitzenteam in Frankfurt?

Hütter: "Wir brauchen mehr als ein perfektes Spiel"

Adi Hütter

"Die Fakten sprechen also eindeutig für RB": Adi Hütter sieht die Rollen klar verteilt. picture alliance

Die Rollen sind klar verteilt: Tabellenführer RB Leipzig geht als der klare Favorit in das erste Heimspiel der Frankfurter Eintracht im Jahr 2020. Darum machte auch Trainer Adi Hütter am Freitag keinen Bogen. "Leipzig ist die Mannschaft der Stunde, hat acht der letzten neun Spiele gewonnen. Die Fakten sprechen also eindeutig für RB", erklärte der 49-Jährige. Doch davon will sich der Österreicher nicht beirren lassen: "Wir haben am letzten Wochenende Selbstvertrauen gesammelt und das Gefühl wiederbekommen, dass wir Spiele gewinnen können." Mit dem Dreier in Hoffenheim konnte die Serie von fünf Niederlagen aus sechs Pflichtspielen vor der Winterpause pünktlich zum Auftakt beendet werden.

An das Erfolgserlebnis gilt es nun anzuknüpfen. Doch dafür bedarf es einer weiteren Leistungssteigerung. "Wir wollen daran anknüpfen, müssen uns aber prozentual noch weiter steigern, weil auch der Gegner stärker ist. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass wir mit einer disziplinierten Leistung etwas erreichen können. Doch dafür brauchen wir mehr als ein perfektes Spiel", machte Hütter die Schwere der Aufgabe deutlich. Dabei waren es gerade die Duelle gegen die Spitzenmannschaften der Liga, in denen die Eintracht vor eigenem Publikum überzeugte. Allen voran natürlich beim 5:1 über den FC Bayern, doch auch gegen Dortmund (2:2) und Leverkusen (3:0) überzeugten die Adlerträger.

Systemfrage bleibt offen

Trotz der Spielstärke und den teils überfallartigen Angriffen im Leipziger Offensivspiel will sich Frankfurt nicht nur mit dem Verteidigen zufriedengeben. "Es ist ja nicht so, dass wir die ganze Woche nur trainiert haben, defensiv zu spielen und dann keine Idee mehr nach vorne haben. So selbstbewusst möchte ich als Trainer auch sein und sagen, dass wir uns Chancen nach vorne erspielen wollen", stelle Hütter klar. In welcher Formation dies geschehen soll, blieb dabei noch offen. Sollte sich Hütter für das gegen Hoffenheim praktizierte 4-2-3-1 entscheiden, sind keine größeren personellen Wechsel zu erwarten. Werden hingegen zwei Stürmer aufgeboten, droht Mijat Gacinovic seinen Platz an Goncalo Paciencia zu verlieren - oder der Serbe rückt auf den Flügel. Daichi Kamada ist nach überstandenem Bänderriss wieder ein Kandidat für den Kader.

Bei aller Freude rund um den erfolgreichen Start in die Rückrunde trat Hütter jedoch auf die Euphoriebremse und will vom Blick in Richtung der vorderen Plätze noch nichts wissen. "Wir müssen nicht glauben, weil wir ein Spiel gewonnen haben, dass jetzt wieder alles perfekt ist. Wir müssen weiter hart arbeiten und so viele Punkte wie möglich sammeln. Dann können wir wieder schauen, in welche Richtung es geht."

Moritz Kreilinger

kicker.tv Hintergrund

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