Bundesliga

Schalke 04 - Guido Burgstaller: "Ich nehme das schon wahr"

Schalke: Torjäger spürt Fan-Vertrauen

Burgstaller: "Ich nehme das schon wahr"

Guido Burgstaller

Traf noch kein einziges Mal in dieser Saison: Guido Burgstaller. imago images

In seiner ersten Halbserie für den FC Schalke avancierte Guido Burgstaller 2017 mit neun Toren in 18 Ligaspielen sowie drei Treffern in der Europa League auf Anhieb zum Publikumsliebling, in der Folgesaison 2017/18 trug er mit elf Treffern zur Vizemeisterschaft bei. Nach seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung (bis 2022) im März 2019 hat der Mittelstürmer aber nur noch zwei Tore erzielt: Im April beim 2:5 gegen die TSG Hoffenheim sowie im Mai beim 1:1 bei Bayer Leverkusen. Seither plagt den Ex-Nürnberger diese verfluchte Torjäger-Flaute.

Hohn und Spott sieht sich der Angreifer aber nicht ausgesetzt, im Gegenteil. Er spürt das Fan-Vertrauen. "Ich nehme schon wahr, dass viele mir ein Tor gönnen", sagt er. "Und dass mich viele dafür loben, dass sich an meiner generellen Spielweise nichts geändert hat."

Guido Burgstaller und kicker-Reporter Toni Lieto

Guido Burgstaller im Gespräch mit kicker-Reporter Toni Lieto. kicker

Seinen Kopf will der 30-Jährige nämlich nicht in den Sand stecken. "Dass sich gerade auch gegen Ende der Hinrunde eine gewisse Unsicherheit vor dem Tor eingeschlichen hat, ist wahrscheinlich menschlich. Das konnte ich auch nicht so leicht abschütteln, zumal ich noch nie in so einer Situation war." Aber: "Es hilft nicht, in Selbstmitleid zu verfallen."

In den ersten Wochen gehörte Schalkes unermüdlicher Malocher zum Stammpersonal von Trainer David Wagner, sah die Reservistenrolle aber immer akuter auf sich zurasen. "Wenn man nicht trifft, ist es klar, dass der Trainer auch den anderen Stürmern Chancen geben muss", gesteht Burgstaller. "Auch wenn ich mich immer voll reinhänge für das Team und diesbezüglich gute Spiele gemacht habe: Ohne Tore hat ein Stürmer irgendwann wenig Argumente."

Im Interview mit dem kicker (Donnerstagsausgabe) spricht Burgstaller über die schwierigste Phase seiner Karriere, Lösungsansätze und seinen großen Wunsch für Schalkes Rückrundenauftakt am Freitag gegen Gladbach.

Toni Lieto