Bundesliga

Wochenlange Pause für Werders Verteidiger Michael Lang

Hinten rechts gehen in Bremen die Alternativen aus

Wochenlange Pause für Werders Lang - Vogt "ist fit"

Neuzugang Kevin Vogt und Michael Lang sind Spieler des SV Werder Bremen.

Zwei Spieler des SV Werder, zwei Ausgangslagen: Während Neuzugang Kevin Vogt fit ist, ist Michael Lang verletzt. imago images

Zwar betonte Kohfeldt auch am Sonntag nach dem 3:1 gegen Zweitligist Hannover 96 noch einmal, das 4-3-3 bleibe "unser Basis-System", daran habe auch die Verpflichtung von Kevin Vogt nichts geändert.

Allerdings ist die Hoffenheimer Leihgabe als Mittelmann einer Dreier-Abwehrreihe prädestiniert. Hinzu kommt: Neben Theo Gebre Selassie fällt in Person von Michael Lang nun auch der zweite etatmäßige Rechtsverteidiger aus.

Wegen einer bereits im Trainingslager auf Mallorca erlittenen muskulären Oberschenkelverletzung, höchstwahrscheinlich ein Faserriss, liege der Schweizer für drei bis vier Wochen auf Eis, erklärt Kohfeldt. Hinten rechts gehen Werder damit die Alternativen aus: Der junge Simon Straudi entwickelt sich zwar erkennbar positiv, ist aber noch ohne jede Bundesliga-Erfahrung. Und Marco Friedl wird zumindest so lange links gebraucht, bis Ludwig Augustinsson nach seinem Faserriss wieder zur Verfügung steht.

Bittencourt kann mitwirken

Also spricht alles für eine Dreierkette, die rechte Bahn davor könnte dann wie zuletzt im Training Leo Bittencourt übernehmen. Dieser fehlte gegen 96 zwar ebenfalls noch wegen seiner Kapselverletzung, ist gegen Düsseldorf laut Kohfeldt aber "auf jeden Fall wieder dabei".

Noch nicht sicher sei das bei Augustinsson und Milos Veljkovic, die jedoch "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am Mittwoch wieder mit der Mannschaft trainieren" sollen. Für Sechser Philipp Bargfrede stünden die Chancen dagegen nur bei 50:50, für Angreifer Fin Bartels immerhin etwas besser.

Vogt besticht mit "Physis, Geschwindigkeit und Körpergröße"

Fest eingeplant hat Kohfeldt unterdessen Neuzugang Vogt: "Er ist fit, gesund und so bundesliga-erfahren, dass er definitiv ein Kandidat gegen Düsseldorf ist." Bezüglich der dem 1,94-Meter-Hünen zugedachten Rolle sagt Kohfeldt: "Kevin kann genauso gut auf der Sechs spielen, darum ging es auch in unseren Gesprächen." Ob als mittlerer Innenverteidiger oder vor der Viererkette, entscheidend sei "Kevins Spielstärke im Zentrum". Und darüber hinaus seine "Ausstrahlung", eine "in gesundem Maße positive Arroganz", seine "Physis, Geschwindigkeit und Körpergröße".

Kohfeldts Gesamturteil zur Vogt-Verpflichtung lautet folgerichtig: "Ich bin sehr zufrieden."

Thiemo Müller

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