Bundesliga

Kohfeldt zur Tabelle: "Da muss man nicht drumherum lügen"

Bremen verliert zum sechsten Mal und steckt im Keller fest

Kohfeldt zur Tabelle: "Da muss man nicht drumherum lügen"

Florian Kohfeldt

Florian Kohfeldt kassierte mit Werder Bremen eine bittere 0:1-Schlappe im Heimspiel gegen Paderborn. imago images

Es waren bange Sekunden, die die Werder-Akteure und -Fans am Ende einer schwachen Partie gegen Paderborn durchlebten. Sven Michel hatte soeben den Ball ins Tor geschossen, Schiedsrichter Sascha Stegemann hatte den Treffer zunächst wegen Abseits aber nicht anerkannt. Dann schaltete sich der VAR ein - und nach quälend langem Warten gab der Unparteiische das Tor. "Ob man so lange dafür braucht, um zu sagen: Abseits oder nicht...", haderte der zu diesem Zeitpunkt bereits ausgewechselte Leonardo Bittencourt bei "Sky". Der Neuzugang gestand aber trotzdem ein: "Es ist ein reguläres Tor, dann verliert man das Spiel. Letztlich ist das einfach zu wenig von uns."

Dabei hatte Kohfeldt im Vorfeld die Bedeutung der Partie gegen den Aufsteiger aus Ostwestfalen hervorgehoben und einen Sieg als glasklare Zielvorgabe genannt. Umso größer war die Enttäuschung nach der sechsten Saisonniederlage der Werderaner. "Wir waren heute zu schlampig in unseren Ballbesitzphasen", gab sich Bittencourt selbstkritisch. Der Plan, die drei in Wolfsburg gewonnen Punkte zu vergolden, ging damit nicht auf. Diese seien "bitter nötig" gewesen, sagte der Offensivmann mit Blick auf die Tabelle. Sein Fazit: "Du verlierst hier und steckst im Abstiegskampf."

Kohfeldt warnt vor Kursabweichungen

Vom "Abstiegskampf" zu sprechen, vermied Kohfeldt zwar, räumte aber auch ein, dass der 14. Platz in der Tabelle und zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang nach 14 Spielen Aussagekraft haben: "Da muss man nicht drumherum lügen." Er selbst sei "enttäuscht und sauer". "Wir haben nicht genug getan dafür, um das Spiel zu gewinnen", haderte er.

Nun erwartet seine Mannschaft am kommenden Spieltag das Auswärtsspiel beim angeschlagenen Meister FC Bayern. "Wir müssen uns bewusst sein, dass wir in einer schweren Situation sind", sagte Bremens Trainer mit Blick auf die kommenden Aufgaben, warnte zugleich aber davor, von der bisherigen Linie abzurücken und sich nur auf einfache taktische Mittel wie lange Pässe und zweite Bälle zu fokussieren: "Wir müssen unseren Fußball weiterspielen. Das haben wir heute nicht getan und deshalb verloren."

pau