Fan-Eklat in Mainz

Raketen auf dem Rasen: SGE-Anhang verhindert pünktlichen Anpfiff

Dicke Rauchschwaden in Mainz: Wegen des Einsatzes von Pyrotechnik musste der Anpfiff um zehn Minuten verschoben werden.

Dicke Rauchschwaden in Mainz: Wegen des Einsatzes von Pyrotechnik musste der Anpfiff um zehn Minuten verschoben werden. imago images

Alles stand schon bereit, die Spieler waren auf dem Platz, die Seitenwahl war auch schon durch, dann gab es einen lauten Knall und mehrere Feuerwerksraketen flogen aus dem Frankfurter Block auf den Rasen.

Dicke Rauchschwaden zogen durchs Stadion, die Partie konnte unter diesen Umständen nicht angepfiffen werden. Als dann noch ein zweites Mal Pyrotechnik gezündet wurde, bat Schiedsrichter Manuel Gräfe die Mannschaften zurück in den Kabinengang. Dort wurde dann gewartet, dass die Luft wieder rein - und mit Zündeln aufgehört wird.

Um dies zu beschleunigen, begaben sich Frankfurts Sebastian Rode, der in Mainz die Kapitänsbinde trug, und Filip Kostic zur eigenen Fan-Kurve und wechselten ein paar Worte mit einigen Anhängern. Einer hob im Laufe des Gesprächs gut sichtbar den Daumen und deutete damit an, dass man bald mit den Eskapaden aufhören würde. Das war dann auch der Fall, allerdings flog zunächst noch mindestens ein Brandkörper in Richtung Spielfeld.

Die Begegnung wurde letztlich mit knapp zehnminütiger Verspätung angepfiffen und hatte Opfer zu beklagen. Das Schutznetz hinter dem Tor von Frederik Rönnow wurde offenbar so stark beschädigt, dass es abmontiert werden musste. Nach zehn Minuten gab es im Stadion auch noch die Durchsage an die Fans in dem betroffenen Bereich, sie mögen doch Vorsicht walten lassen und auf etwaige Bälle Acht geben. Und auch auf dem Rasen waren teils große Brandlöcher gut sichtbar - ein sicherlich nicht unerheblicher Schaden.

drm

Bilder zur Partie 1. FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt