Rätsel um Vertragslaufzeit

Andersson: "Bei der Premier League muss man nachdenken"

Sebastian Andersson

Träumt von England: Sebastian Andersson. imago images

Im Sommer waren Klubs aus der englischen 2. Liga an dem 28-Jährigen interessiert. Ein Wechsel in die Championship erschien aber wohl nicht verlockend genug. "Ich fühle mich glücklich, ich bin viel umgezogen in den vergangenen Jahren. Schon wieder ein Umzug in ein anderes Land nach nur zehn Monaten in Berlin, das hätte schon ein sehr gutes Angebot sein müssen. Das Beste war, zu bleiben. Wir sind ja auch aufgestiegen", sagte Andersson dem kicker. Und auch für seinen Arbeitgeber war es kein Thema, den Fixpunkt im Angriffszentrum abzugeben, "denn die Wahrscheinlichkeit, die Klasse zu halten, erschien uns mit ihm sehr viel größer", sagt Unions Manager Oliver Ruhnert.

Nach 13 Spieltagen kann man festhalten: alles richtig gemacht. Andersson ist beim Bundesliga-Neuling Leistungsträger und der erfolgreichste Torschütze. Macht er so weiter, liegt es in der Natur der Sache (beziehungsweise in der Natur dieser Branche), dass im Sommer erneut über einen Wechsel diskutiert werden könnte, zumal Andersson von einer Karriere in England träumt. "Wenn die Premier League kommt, dann muss man vielleicht nachdenken", sagt er.

Hat sich sein Vertrag womöglich schon verlängert?

Hinzu kommt, dass sein Vertrag zum Saisonende ausläuft, zumindest gab der 1. FC Union bei der ablösefreien Verpflichtung des Schweden vom 1. FC Kaiserslautern vor eineinhalb Jahren eine Vertragslaufzeit bis Juni 2020 bekannt. Angesprochen auf seinen Vertrag erklärte Andersson aber: "Es ist nicht sicher, dass er im Sommer ausläuft."

Möglicherweise verlängert sich der Vertrag bei Klassenerhalt. Oder hat er sich vielleicht schon verlängert - durch den Aufstieg? So war es auch bei Trainer Urs Fischer, dessen Arbeitspapier sich laut Klubangaben durch den Sprung in die Bundesliga um ein Jahr bis Juni 2021 verlängert hatte. Das jedoch hatte Union erst Monate nach dem Aufstieg bekanntgegeben.

Jan Reinold

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