Berufungsgericht reduziert Strafe deutlich

Der 1. FCN atmet auf: Misidjan muss nicht ins Gefängnis

Virgil Misidjan vom 1. FC Nürnberg muss keine Gefängnisstrafe absitzen.

Virgil Misidjan vom 1. FC Nürnberg muss keine Gefängnisstrafe absitzen. imago images

Was war passiert? Im Mai 2018 ist Misidjan in seiner Heimat bei einer Auseinandersetzung mit einem Rentner handgreiflich geworden, der Rentner zog sich dabei erhebliche Verletzungen zu. Misidjan wurde daraufhin in erster Instanz zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt, von denen zwei auf Bewährung ausgesetzt wurden.

Gegen dieses Urteil legten Misidjan und sein Anwalt Einspruch ein, weshalb die Strafe nicht vollstreckt wurde. Die drohende Gefängniszeit war dem 1. FC Nürnberg bei der Verpflichtung Misidjans aber bekannt. Doch dazu kommt es nun nicht. Denn am Montagvormittag verkündete ein Gericht in Den Bosch das Urteil im Berufungsprozess. Und mit 240 Stunden gemeinnütziger Arbeit sowie einer Bewährungsstrafe von 58 Tagen kommt Misidjan weitaus glimpflicher davon. Dies berichten niederländische Medien.

Das erste Urteil fiel so hart aus, weil die Richter der Ansicht waren, dass Misidjan als Fußballprofi seine Kraft und damit die Folgen seiner Attacken besser hätte einschätzen müssen. Bei dem aktuell getroffenen Urteilsspruch berücksichtigten die Richter, dass Misidjan zuvor von dem 68-jährigen Rentner verbal und auch physisch rassistisch beleidigt wurde und sich dieser sehr aggressiv gezeigt habe.

Misidjan hat wegen eines in der Vorbereitung erlittenen Kreuzbandrisses in dieser Saison noch keine einzige Minute für den Club spielen können. Mit seiner Rückkehr wird erst im neuen Jahr gerechnet.

jer