3. Liga

Fortuna wehrt sich: Muss der KFC Uerdingen wieder umziehen?

Drittligist auf Stadionsuche

Fortuna wehrt sich: Bleibt der KFC Uerdingen ein weiteres Jahr in Düsseldorf?

Die Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena

Die Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena ist in dieser Saison auch Heimspielstätte des KFC Uerdingen. imago images

Fortunas Vorstandsvorsitzender Thomas Röttgermann lehnt eine weitere Saison mit zwei Mietern vehement ab. "Die Arena ist das Stadion von Fortuna Düsseldorf - zumindest was den Fußball betrifft. Wenn das klar wird, wäre allen damit gedient und der Schulterschluss zwischen Klub, Arena und Fans wird noch deutlicher", sagte er zur "Westdeutschen Zeitung". "Ansonsten kann niemand erwarten, dass diese Arena von den Fortuna-Fans als Heimat oder als Wohnzimmer wahrgenommen wird."

Der KFC Uerdingen muss sich in ein anderes Stadion einmieten, da die heimische Grotenburg den Ansprüchen der 3. Liga derzeit nicht genügt und saniert wird. Vergangene Saison spielten die Krefelder in Duisburg, im Sommer erfolgte der viel diskutierte und schon damals von Fortuna Düsseldorf skeptisch begleitete Umzug in die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens. Da die Bauarbeiten im heimischen Stadion in Krefeld sehr wahrscheinlich andauern, muss der Drittligist wohl auch in der kommenden Saison in der Fremde spielen - und würde gerne in Düsseldorf bleiben. Der Klub, der in der 54.600-Zuschauer-Arena einen Schnitt von 3373 Besuchern pro Heimspiel hat, soll nach Informationen der "Westdeutschen Zeitung" 1,6 Millionen Euro Stadionmiete zahlen.

Die Kollegen sollten sich jetzt dann mal woanders umschauen.

Thomas Röttgermann über die Stadionsuche des KFC Uerdingen

"Natürlich hat mich die Anfrage nicht überrascht. Wenn das Stadion in Krefeld nicht fertig wird, müssen sie sich überlegen, was sie machen. Und dass der KFC Uerdingen hier gute Erfahrungen gemacht hat, führte nun dazu, hier noch einmal nachzufragen", so Röttgermann, der den Verantwortlichen des KFC unmissverständlich empfahl: "Die Kollegen sollten sich jetzt dann mal woanders umschauen."

Die Fortuna ist selbst nur Mieter

Die Fortuna selbst kann allerdings nur in eingeschränktem Maße auf die Vermietung des Stadions einwirken. Denn der Klub ist selbst nur Mieter. Und Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) schlug zuletzt diplomatische Töne an: Man werde nichts zum Schaden des heimischen Erstligisten entscheiden. Vor dem KFC-Einzug geäußerte Befürchtungen hätten sich allerdings auch nicht bestätigt.

pau