Walter setzt gegen Osnabrück wieder auf Badstuber

Kampf der Chancenverschwendung beim VfB

Tim Walter

Mit noch mehr Torchancen die Trefferwahrscheinlichkeit erhöhen: Tim Walter. imago images

Wie man die Defensive etwas stabilisiert, haben die Stuttgarter mit ihrer jüngsten Umstellung auf ein 4-3-2-1-System bewerkstelligt. Jetzt geht es auch darum, die Chancenverschwendung im Angriff in den Griff zu bekommen. "Wenn man die nackten Zahlen sieht, kann man nicht zufrieden sein. Das liegt auf der Hand", sagt Walter, der dem Ganzen ein lautes Aber hinterherschickt: "Die Vielzahl der Chancen spricht dafür, dass wir Tore schießen können." Auch wenn dies nicht oder nicht in zufriedenstellender Art und Weise geschieht, was dazu führt, dass der am heutigen Donnerstag 44 Jahre gewordene Coach "grundsätzlich mit der Ausbeute nicht zufrieden" ist.

Mit 86 herausgespielten Tormöglichkeiten liegen die Stuttgarter in der 2. Liga unangefochten an der Spitze. Mit 78 folgt der Hamburger SV, der dank seiner 29 Treffer auf eine Quote von 37,2 Prozent kommt und "echter" Tabellenführer ist. Der VfB folgt den Hanseaten als Tabellendritter mit nur 20 Toren, was 23,3 Prozent und Rang 12 bei der Chancenverwertung bedeutet.

Alle haben ihre eigenen Qualitäten. Mal sehen, welche für uns die entscheidenden sind.

Walter über seine Angreifer

Wie man diese Bilanz verbessert, sei nicht einfach zu beantworten. Schon gar nicht mit der Personalfrage. "Man weiß nie, was auf einen im Spiel zukommt. Deswegen lässt sich das nicht einfach beantworten", erklärt Walter. "Man hat alle Phasen im Spiel. Phasen, in denen man den Gegner auseinanderziehen muss. Dann welche, in denen man ihn hinten reindrücken muss oder in denen man tiefer steht." Deswegen sei die individuelle Form der eingesetzten Angreifer wichtig. "Und die ist bei allen gut. Auch wenn der eine die Nase etwas vor dem anderen hat. Alle haben ihre eigenen Qualitäten. Mal sehen, welche für uns die entscheidenden sind."

In Osnabrück, für das der Trainer, der sich auf die Rückkehr des zuletzt gesperrten Holger Badstuber in der Innenverteidigung freuen darf, klare Vorgaben macht. "Wir müssen sehr präsent sein, souverän auftreten und entsprechend geduldig ans Werk gehen." Und Tore schießen. Um zu gewinnen. "Wir können uns natürlich noch mehr Torchancen herausspielen", wäre laut Walter eine weitere Möglichkeit, Jubel zu ermöglichen. "Damit erhöhen wir die Wahrscheinlichkeit, noch mehr Tore zu erzielen."

George Moissidis