Gladbachs Rechtsverteidiger mit Blitz-Comeback

Kämpfernatur Lainer ist schon Fan-Liebling

Stefan Lainer

Ein Glücksfall für Gladbach: Stefan Lainer. imago images

Wenn ein Spieler nur 13 Tage, nachdem er mit einem Außenbandriss im Sprunggelenk vom Platz musste, schon wieder auf dem Bundesligarasen steht, hat die medizinische Abteilung ganze Arbeit geleistet und der Betroffene ordentlich auf die Zähne gebissen. Von Lainers Verletzung war beim Spiel in Dortmund überhaupt nichts mehr zu sehen. Der Rechtsverteidiger warf sich in die Zweikämpfe, marschierte die rechte Seite rauf und runter, zog auch in der Schlussphase noch die Sprints über den Flügel an. Gereicht hat es nicht mehr, um die 0:1-Niederlage im Spitzenspiel zu verhindern. Lainer zählte aber definitiv zu den besten Borussen an diesem Tag.

"Es ist nicht selbstverständlich, dass er sich das zugetraut und dann noch so eine Leistung gebracht hat. Das ist außergewöhnlich und zeigt, was der Junge für eine Einstellung hat", lobte Marco Rose. Den Trainer wird Lainers Auftritt dabei noch am wenigsten überrascht haben. Aus der gemeinsamen Zeit bei RB Salzburg weiß Rose, dass es sich beim 27-Jährigen um eine echte Kämpfernatur handelt. "Stevie", hatte der Coach direkt nach der Verpflichtung des Nationalspielers schon angekündigt, "bringt eine Top-Einstellung mit".

Als vor einem Jahr der SSC Neapel intensiv um Lainer buhlte, ließ Salzburg seinen Leistungsträger nicht ziehen. Damals hatte auch schon die Borussia Interesse angemeldet. Dass es Lainer jetzt im Sommer nach Gladbach verschlagen hat - ein Glücksfall. Nicht nur für den Klub. Auch Lainer ist richtig happy. Im kicker-Interview erklärte er vor kurzem: "Nach den Eindrücken der ersten Wochen sage ich voller Überzeugung: Es gibt keinen Grund, diese Entscheidung zu bereuen."

Jan Lustig