"Diese Zweifel sind bei Josh nicht mehr da"

Kohfeldt erklärt Sargents Fortschritt

Joshua Sargent

Wird geduldiger: Joshua Sargent. imago images

Zum einen, so der Fußballlehrer, sei Sargent diesmal in besserem Zustand zurückgekommen als nach der letzten Übersee-Tour im September. "Er ist 19 und muss eben lernen, mit diesen Reisen umzugehen, genauso wie wir auch Erfahrungen damit sammeln müssen", folgert Kohfeldt. Zum anderen habe Sargent davon unabhängig den nächsten "echten Schritt" auf dem Weg zum gestandenen Profi gemacht. Der Coach erklärt diese Bestandsaufnahme so: "Das Spiel gegen Hertha wird ihm das Gefühl geben, dass er in der Bundesliga jederzeit ein Tor schießen kann." In seiner Anfangszeit habe es dem Teenager zu schaffen gemacht, wenn er - anders als aus dem Nachwuchsbereich gewohnt - sich nur selten gefährlich in Szene setzen konnte. "Diese Zweifel", verdeutlicht Kohfeldt, "sind bei Josh nun nicht mehr da. Er wird geduldiger. Er weiß, dass er seine Arbeit für die Mannschaft machen muss: Verteidigen, Räume öffnen für andere. Er weiß aber auch: Wenn er seine Aktionen bekommt, dann ist er immer in der Lage, Tore zu schießen."

Eben so wie am Samstag. Da erlebte das Publikum gewiss "keine Sargent-Gala", wie Kohfeldt treffend urteilt, "aber er war da, hat seine Aufgabe erfüllt, alles gut." Nach gut einer Stunde gingen die Kräfte zur Neige, schließlich wurde Sargent von Johannes Eggestein abgelöst. Die vom verletzten Niclas Füllkrug hinterlassene Lücke kann der US-Boy naturgemäß bis auf weiteres nicht vollständig schließen. Zu den positiven Erscheinungen durfte er gegen Berlin dennoch gezählt werden.

Thiemo Müller

Bilder zur Partie Werder Bremen - Hertha BSC