Sportdirektor Mislintat befürchtet längere Sperre

Badstuber entschuldigt sich - Gomez: "Das ist Fußballdeutsch"

Ein Abgang mit Folgen: Holger Badstuber.

Ein Abgang mit Folgen: Holger Badstuber. imago images

Ob nun "Pussies" oder "Muschis" - das Schiedsrichtergespann dürfte sich nicht gerade über Holger Badstubers Wortwahl gefreut haben, als dieser nach seinem Platzverweis vom Rasen gestapft war. "Ich habe mich ungerecht behandelt gefühlt und falsch reagiert. Das tut mir leid und ich entschuldige mich bei allen Beteiligten. Ich bin meiner Vorbildfunktion nicht gerecht geworden", erklärte und entschuldigte sich der VfB-Verteidiger Stunden nach dem Schlusspfiff auf Twitter.

Mislintat bedauert TV-Lautstärke

Um eine längere Sperre, als die Gelb-Rote Karte generell nach sich zieht, wird Badstuber ob der klaren Beleidigung vermutlich nicht herumkommen. "Es ist nicht auszuschließen", so Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat, "ich weiß nicht, was für ein Druck da rein kommt, dadurch dass es im TV so laut ist. Ich hoffe man bewertet, dass die Jungs in solchen Situationen heiß sind und dass man das Wort nicht auf die Goldwaage legt."

Gomez: "Auf dem Platz fallen noch ganz andere Wörter"

Badstubers Mitspieler Mario Gomez versuchte anderweitig, etwas Wind aus den Segeln zu nehmen, konnte das Verhalten des mindestens im Ligaspiel gegen den HSV gesperrten Verteidigers nachvollziehen: "Ich will ihn nicht in Schutz nehmen. Natürlich macht man das nicht und er würde es jetzt wahrscheinlich auch nicht mehr machen. In der Situation ist das aber auch Fußballdeutsch. In der Emotion auf dem Fußballplatz fallen noch ganz andere Wörter."

nba