KSC-Trainer kritisiert Schiedsrichterleistung nach Remis in Bochum

Schwartz: "Wenn einer so klatscht, dann hat er Schwierigkeiten mit der Koordination"

KSC-Trainer Alois Schwartz

Zeigte nach der Partie in Bochum mit dem Finger auf das Schiedsrichtergespann: KSC-Trainer Alois Schwartz. imago images

Zunächst würdigte Alois Schwartz aber die Leistung seiner Mannschaft, die seit der 17. Minute in Unterzahl spielte und sich dank des späten Joker-Treffers von Fink (90.+1) trotzdem noch einen Punkt sicherte: "Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft, wie sie hier aufgetreten ist und gespielt hat. Wir haben mit zehn Mann mehr als einen Punkt verdient gehabt."

"Das ist eine kleine Katastrophe"

Daraufhin rechnete der 52-Jährige aber mit dem Schiedsrichtergespann um Nicolas Winter ab und zeigte mit dem Finger: "Ich bin gerne Fußballtrainer und freue mich auf diese Spiele, aber es wird immer schlimmer, wie Schiedsrichter so in ein Spiel eingreifen. [...] Dass man in zwei Situationen so benachteiligt wird, ist schon eine kleine Katastrophe."

Worauf Schwartz anspielt? Zum einen die Ampelkarte gegen Fröde (17.), zum anderen den Foulelfmeter für Bochums Janelt, den Blum zum zwischenzeitlichen 2:2 einnetzte (29.). In der Causa Fröde hatte der Unparteiische die Gestikulation des KSC-Spielers missinterpretiert, als höhnisches Klatschen verstanden und ihm deshalb Gelb-Rot gezeigt. Fröde hatte jedoch eine andere Intention. "Ich denke, dass man das auch auf den Bildern sieht. Fröde sagt, das ist Fuß auf Fuß und wenn einer so klatscht, dann hat er Schwierigkeiten mit der Koordination", kommentierte Schwartz die Situation.

"Man ist machtlos"

Außerdem spielte der KSC-Coach auf die Geschehnisse in der 28. Minute an. Janelt ging nach einem Foul von Karlsruhes Verteidiger Gordon zu Boden. Der Unparteiische ließ zunächst weiterlaufen, entschied dann aber nach Videobeweis auf Strafstoß. Allerdings soll dem Elfmeterpfiff eine deutliche Abseitsposition vorausgegangen sein, wodurch der Strafstoß nichtig gewesen wäre. "Man steht da draußen und ist machtlos", so der KSC-Trainer abschließend zu dem Thema.

phb