Spieler hatte sich zum türkischen Militäreinsatz geäußert

Nach Instagram-Post: St. Pauli stellt Cenk Sahin frei

Cenk Sahin

Bestritt insgesamt 62 Pflichtspiele für den FC St. Pauli: Cenk Sahin. imago images

Sahin hatte darin seine Solidarität mit dem türkischen Militär bekundet und den Einsatz der Armee befürwortet: "Wir sind an der Seite unseres heldenhaften Militärs und der Armeen. Unsere Gebete sind mit euch." Der FC St. Pauli hatte daraufhin eine interne Analyse angekündigt - die nun zur Freistellung des in der Türkei geborenen Mittelfeldspielers führte. "Nach erneuten Gesprächen zwischen den Verantwortlichen des Vereins und dem Spieler wird Cenk Sahin vom Trainings- und Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung freigestellt. Zur Entscheidungsfindung trugen vor allem die wiederholte Missachtung der Werte des Vereins sowie der Schutz des Spielers bei", teilte der Klub auf seiner Website mit.

Der Zweitligist betonte in einer Stellungnahme ausdrücklich, "dass wir differenzierte Wahrnehmungen und Haltungen aus anderen Kulturkreisen nicht bis ins Detail beurteilen können und sollten". Aber: "Ohne jegliche Diskussion und ohne jeglichen Zweifel lehnen wir dagegen kriegerische Handlungen ab. Diese und deren Solidarisierung widersprechen grundsätzlich den Werten des Vereins."

Insofern sah der Klub eine unmittelbare Freistellung Sahins als einzigen Ausweg. Der Vertrag des Spielers, der in den vergangenen Tagen von Fans des Vereins massiv kritisiert worden war, bleibt allerdings bestehen. "Zum Schutze aller Beteiligten wird Cenk Sahin seitens des FC St. Pauli eine Trainings- und Gastspielerlaubnis erteilt", heißt es in der Mitteilung abschließend.

pau