Frankfurts Rechtsaußen zieht positive Bilanz

Erik Durm: Teamplayer und Familienmensch

"Ich muss öfter in Eins-gegen-Eins-Situation gehen": Frankfurts Rechtsaußen Erik Durm. imago images

"Die Routine ist die gleiche. Man geht früh ins Bett, trainiert viel und versucht sich optimal vorzubereiten", erklärte Durm, angesprochen auf die Unterschiede zwischen dem Fußballerleben in Deutschland und England. Nach einem einjährigen Premier-League-Intermezzo bei Huddersfield Town ist Durm zurück in der Bundesliga - und ist darüber "sehr froh". Das hat vor allem einen Grund: "Ich bin nah an der Heimat und kann meine Familie viel öfter besuchen", erklärte der gebürtige Pfälzer. Auch deswegen kommen ihm die drei freien Tage während der Länderspielpause sehr gelegen: "Ich freue mich darauf, ausschlafen zu können und viel Zeit mit meiner Tochter zu verbringen." Doch zuvor steht am Donnerstag (16.30 Uhr) noch das Testspiel gegen den Regionalligisten FC Gießen auf dem Programm.

Durm: "Das erste Gebot ist immer die Mannschaft"

Der Wohlfühlfaktor scheint in der hessischen Metropole also zu stimmen. Sportlich hingegen ist noch Luft nach oben für den Weltmeister von 2014, der in drei von sieben Bundesligaduellen in der Startelf stand. "Ich bin zufrieden, wie es bisher gelaufen ist. Das erste Gebot ist immer die Mannschaft. Und im Moment stehen wir gut da. Ich freue mich, wenn ich spiele, sonst unterstütze ich meine Kollegen. Das macht das Team aus, sonst sollte man in eine Einzelsportart gehen", zeigt sich der Teamplayer Durm dennoch zufrieden mit seinem persönlichen Start.

"Ich muss offensiv noch etwas mehr versuchen"

Verbesserungspotenzial sieht er insbesondere in seinem Offensivspiel. "In allen Bereichen ist immer noch Luft nach oben. Man will sich schließlich in allen Facetten verbessern. Ich muss offensiv noch etwas mehr versuchen, öfter in Eins-gegen-Eins-Situation gehen. Das fordert auch der Trainer von uns", erklärte Durm. Gewissermaßen will er nun Aspekte seiner fußballerischen Jugend wieder aufgreifen, denn damals spielte Durm noch im Angriff.

Die Trainingseinheit am Mittwochvormittag fand mit nur neun Feldspielern und drei Torhütern statt. Das ausgedünnte Personal ist auch auf die insgesamt elf Adlerträger, die für ihre Nationalteams abgestellt sind, zurückzuführen. Zudem fehlten neben den langzeitverletzten Akteuren auch Almany Touré (Daumen-OP/ab Montag wieder im Mannschaftstraining), Sahverdi Cetin (Leistenbeschwerden), Lucas Torro (Schlag aufs Bein) sowie Jonathan de Guzman und Bas Dost, die im Kraftraum für ihr Comeback schufteten.

Andreas Biritz ist neuer Eintracht-Athletiktrainer

In der Nachmittagseinheit konnte Trainer Adi Hütter mit Gelson Fernandes, Makoto Hasebe sowie drei Nachwuchsakteuren dann zumindest auf eine volle Elf zurückgreifen. Seit Anfang der Woche gehört außerdem Andreas Biritz als Athletiktrainer zum Staff der Eintracht. Der 33-Jährige kommt von Österreichs Erstligisten SKN St. Pölten. Der Klub reagierte damit auf die Verletzung von Markus Murrer, der sich in der Vorwoche einen Achillessehnenriss zugezogen hatte.

Moritz Kreilinger

Coutinho, Hummels, Dost & Co: Die Neuzugänge der Bundesligisten