Osnabrück richtet den Blick nach unten

Thioune: "In der Realität angekommen"

Sah nach dieser Notbremse an Andreas Voglsammer (rechts, im Fallen) glatt Rot: Etienne Amenyido

Sah nach dieser Notbremse an Andreas Voglsammer (rechts, im Fallen) glatt Rot: VfL-Osnabrück-Stürmer Etienne Amenyido. imago images

Es lief bereits die Nachspielzeit: Osnabrück warf noch einmal alles nach vorne, die Bielefelder konterten. Torschütze Andreas Voglsammer machte sich auf den Weg, um das Spiel endgültig zu entscheiden, doch Etienne Amenyido hielt den Stürmer der Gäste fest und riss ihn zu Boden - Notbremse und Rot waren die logische Konsequenz. Nicht nur in dieser Szene, befand Trainer Daniel Thioune: "Wir sind viel hinterhergelaufen, haben keine Momente für uns gefunden" und "dann wird man aufgrund der Qualität des Gegners bestraft". Der Platzverweis sei außerdem nicht notwendig gewesen, denn "da kann man den Gegner auch mal durchlaufen lassen, das tut uns weh".

Bis zur 85. Minute gelang den Niedersachsen nur ein Schuss aufs Tor. Generell erzielte man in den vergangenen vier Spielen nur einen Treffer gegen St. Pauli. Die Torgefahr ist "das, was uns aktuell ein bisschen fehlt, daran werden wir arbeiten", so Thioune. Gegen den "besten Gegner, gegen den wir bisher gespielt haben", wurden der Mannschaft des 45-Jährigen die "Grenzen aufgezeigt." Zwar sei man "in einem Entwicklungsprozess", doch: "Für den Augenblick bleibt, dass wir in der Realität angekommen sind. Wir gucken nach hinten, aber auch nach vorne."

Nach der Länderspielpause trifft der VfL auf Erstliga-Absteiger Hannover 96 (20. Oktober, 13.30 Uhr). Dabei muss Thioune neben Amenyido auch auf Mittelfeldspieler Ulrich Taffertshofer (5. Gelbe Karte) verzichten.

kon