Osako schon Joker gegen Hertha?

Werder-Coach Kohfeldt: Bereit zur Aufholjagd

Trainer Florian Kohfeldt

Zufriedener Blick: Trainer Florian Kohfeldt. imago images

Trotz einer wochenlangen dramatischen Verletztenmisere haben sich die Bremer eine Position erhalten, die sie, so Trainer Florian Kohfeldt, "in die Lage versetzt, weiter über unsere Saisonziele nachzudenken". Das, sagt der Coach, "war ein Kraftakt". Nach der Länderspielpause soll mit dem Heimspiel gegen Hertha die Aufholjagd Richtung Europa eingeläutet werden.

"In zwei Wochen spielen wir in unserem schönen Stadion und gewinnen da", kündigte Kohfeldt bereits auf der Pressekonferenz in Frankfurt bemerkenswert forsch an. Im Optimalfall stehen am 19. Oktober bis auf Niclas Füllkrug und Ludwig Augustinsson alle Stammspieler wieder zur Verfügung. Selbst bei Yuya Osako, für den ursprünglich eine längere Pause veranschlagt war, besteht diese Hoffnung. Der Japaner könnte zumindest als Joker infrage kommen. Wird der achte Spieltag für Werder also zu einem echten Neustart ? "Klar", bringt Profi Marco Friedl die allgemeine Stimmung auf den Punkt. "Nach der Länderspielpause wollen wir unbedingt Hertha schlagen. Um unser Ziel zu erreichen, müssen wir die Spiele gegen die Mannschaften gewinnen, die auch dahin wollen. Und damit müssen wir nach der Länderspielpause anfangen."

Für uns ist jetzt wichtig, dass wir trainieren, trainieren, trainieren.

Trainer Florian Kohfeldt

Das passende Rezept hat Kohfeldt ebenfalls parat: "Die Mentalität und den Willen der letzten Wochen mitnehmen und wieder besser Fußball spielen." Dass das spielerische Element gelitten hat, ist angesichts der Ausfälle und dadurch fehlender Automatismen nur logisch. Nun, da sich die Reihen zusehends wieder schließen, folgert Kohfeldt nachvollziehbar: "Für uns ist jetzt wichtig, dass wir trainieren, trainieren, trainieren." Auch der Test beim FC St. Pauli am Freitag (18.30 Uhr) genieße unter diesem Aspekt "hohe Bedeutung". Unter anderem soll dann Abräumer Philipp Bargfrede erstmals wieder in der Startelf stehen. Auch Ömer Toprak, der in Frankfurt nach erneuten Wadenproblemen kurzfristig passen musste, könnte dann tatsächlich sein Comeback feiern. Die aktuell sechs Punkte Rückstand auf die internationalen Plätze scheinen angesichts der Umstände tatsächlich längst noch keine Vorentscheidung zu sein. Für Baumann "zeichnet sich ab, dass zehn bis zwölf Mannschaften um die ersten sechs Plätze kämpfen werden. Und das noch ziemlich lange. Man braucht also einen langen Atem." Die nötige Widerstandsfähigkeit könnten sich die Grün-Weißen bereits in den ersten Saisonwochen erarbeitet haben.

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Thiemo Müller

Bilder zur Partie Eintracht Frankfurt - Werder Bremen