Hütter kündigt Umbau an

Rode: Das Korrektiv fehlt

Sebastian Rode

Fällt mit einer Knieprellung aus: Sebastian Rode. imago images

Und das wird auch am Sonntag gegen Borussia Dortmund (18 Uhr, LIVE! bei kicker.de) der Fall sein, sagt Hütter: "Wir müssen schauen, dass er für nächste Woche wieder einsatzfähig ist." Der Coach hofft, am Freitagabend bei Union Berlin auf den Mittelfeldmann zurückgreifen zu können. Rode hatte in seiner Karriere schon sehr, sehr schlimme Verletzungen. Zuletzt einen im Mai erlittenen Knorpelschaden. Die aktuelle ist weit weniger schwer, es handelt sich lediglich um eine Knieprellung. Doch laut Hütter bekam der 28-Jährige genau auf die im Mai lädierte Stelle nun einen Schlag. Die Bilder sehen zwar okay aus, meint der Österreicher. Dennoch sei Rode zum Operateur des Knies gefahren. Sicher ist sicher.

Unsicher dagegen zeigte sich am Donnerstag die Defensive der Eintracht, was Hütter keineswegs auf die Innenverteidigung alleine abschieben will: "Mir ist es zu einfach zu sagen, dass es nur mit der letzten Reihe zu tun hat. Wir waren vielleicht zu euphorisch im Spiel nach vorne." Mag sein, dass da ein bisschen zu sehr das Herz der Jugend auf der Doppelsechs schlägt, wenn der junge (und in der ersten Hälfte fahrige) Djibril Sow (22) und der etwas erfahrenere, aber eben auch vom Naturell her die Wege nach vorne suchende Dominik Kohr (25) das Zentrum besetzen. Einer wie Rode fehlt dann als Korrektiv.

Umbau in der Schaltzentrale ist gut möglich

Einer, der das Spiel auch mal beruhigt, der mal bewusst den Weg nach vorne meidet, um im Falle eines Konters den Wellenbrecher zu geben. Seit seiner Rückkehr nach Frankfurt im Januar lässt die Eintracht in der Liga mit Rode im Team im Schnitt 5,4 Chancen pro Partie zu - ohne ihn aber satte 9. Makoto Hasebe wäre so ein Ruhepol wie Rode, wird aber in der Dreierkette gebraucht. Gelson Fernandes klemmt zwar gut gegnerische Angriffe ab, ist aber von seinem Stil her eher weniger der Ballmagnet, Jonathan de Guzman fußball-neudeutsch gesprochen mehr der Box-to-Box-Spieler, zumal den 32-Jährigen muskuläre Probleme plagen.

Gut möglich, dass Hütter gegen den BVB dennoch in der Schaltzentrale umbaut, zumindest kündigte er an: "Wir werden personell sicherlich nicht die gleiche Mannschaft auf den Platz bringen wie am Donnerstag." Auf sein Korrektiv Sebastian Rode aber muss er genau wie auf Mijat Gacinovic noch verzichten.

Benni Hofmann