Kölns Geschäftsführer lobt die Borussia

Veh: "Da hinken wir teilweise Zweitligisten hinterher"

Kölns Geschäftsführer Sport Armin Veh

Sorgt sich um die Infrastruktur des FC: Kölns Geschäftsführer Sport Armin Veh. imago images

Zwischen 1980 und 1982 spielte Veh viermal das Rheinderby und weist eine ausgeglichene Bilanz auf: Zwei Siege, zwei Niederlagen. Große Erinnerungen an das brisante Duell hat er nicht mehr. "Meine Güte, ist das lang her", so der Kölner Macher im kicker-Interview.

Der gebürtige Augsburger hatte nach eigener Aussage vor 40 Jahren als Spieler des FCA Angebote vom FC Bayern und dem VfB Stuttgart. Doch er entschied sich für die Fohlen-Elf. Es war eine Herzensentscheidung, denn die Zuneigung zur Borussia beruhte auf dem Offensiv-Fußball der Gladbacher in den 70er Jahren. "Das war der interessanteste Fußball in Deutschland", so Veh rückblickend.

Wenn wir es nicht schaffen, hier ein neues Nachwuchsleistungszentrum zu bauen und bessere Bedingungen für die Profis zu schaffen, dann werden wir auf Dauer nicht konkurrenzfähig sein.

Armin Veh

Heute, als einer der Macher der Kölner, muss er im Hier und Jetzt leben. Und da legt der langjährige Bundesliga-Trainer (Rostock, Stuttgart, Wolfsburg, HSV, Frankfurt) die Finger in die Wunden. Seine Sorgen gelten vor allem der Infrastruktur rund um den Bundesliga-Aufsteiger. "Wenn wir es nicht schaffen, hier ein neues Nachwuchsleistungszentrum zu bauen und bessere Bedingungen für die Profis zu schaffen, dann werden wir auf Dauer nicht konkurrenzfähig sein", prophezeit Veh und fordert: "Das müssen wir so schnell wie möglich ändern. Da hinken wir zum Teil sogar Zweitligisten hinterher."

Den Schlüssel hierfür sieht er naturgemäß im sportlichen Erfolg der FC-Profi-Mannschaft. "Unser Ziel muss es sein, keine Fahrstuhlmannschaft mehr zu sein. Nur so können wir uns Werte aufbauen und uns langfristig mit einer ganz anderen Kategorie von Spielern beschäftigen."

So wie der kommende Samstags-Gegner aus Mönchengladbach. "Sie haben seit einigen Jahren hohe Transfererlöse erzielt, indem sie Spieler kontinuierlich auf hohem Niveau entwickelt und weiterverkauft haben. Da hinken wir hinterher."

Frank Lußem

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