Mainz: Alle Chancen nach Verbleib

Maxim und Öztunali müssen "für sich kurbeln"

Alexandru Maxim (li.) und Levin Öztunali

Aus dem zweiten bald wieder ins erste Glied? Alexandru Maxim (li.) und Levin Öztunali. imago images

Ein Abgang schien angesichts der verschärften Konkurrenzsituation im Mittelfeld und der persönlichen Unzufriedenheit mit den Einsatzzeiten bei beiden Spielern durchaus möglich. "Es ist alles offen. Aber glücklich bin ich nicht, wenn ich nicht spiele", hatte Maxim in einem Fernseh-Interview in seiner Heimat Rumänien angedeutet, nachdem er vergangene Spielzeit zwar in 22 Partien auf dem Platz stand, aber sich nur neunmal mehr als 30 Minuten zeigen durfte.

Augsburg-Wechsel zerschlug sich

Auch Öztunali, im Sommer U-21-Leistungsträger bei der Europameisterschaft, war auf dem Sprung. Das Interesse seines Ex-Coaches Martin Schmidt, inzwischen Trainer beim FC Augsburg, war hinterlegt, auch andere Vereine fragten an. Doch ein Wechsel des Achters, der sein Potenzial in Mainz bislang zu selten auf dem Platz zeigte, zerschlug sich, unter Wert verkaufen wollten die Verantwortlichen den 23-Jährigen berechtigterweise nicht.

Jetzt liegt es an den beiden, sich wieder für die Mannschaft anzubieten. Maxim kam in den vier Pflichtspielen bislang nur für 26 Minuten beim Pokal-Aus in Kaiserslautern zum Einsatz, Öztunali 19 Minuten beim 0:3 in Freiburg. "Ihr Auftrag ist jetzt, bei der Konkurrenzsituation weiter für sich zu kurbeln", sagt Trainer Sandro Schwarz und gibt ihnen alle Chancen: "Ich hatte nicht einmal das Gefühl, dass sich beide hängen lassen."

Vorbild Donati

Ein Positivbeispiel könnte Giulio Donati sein. Der Rechtsverteidiger hatte im Sommer 2018 offen von einem Abschied gesprochen, Mainz deswegen anderweitig geplant. Am Ende blieb der Italiener doch und erkämpfte sich dennoch neun Einsätze, die meisten am Saisonende.

Patrick Kleinmann