Palikuca: "Das werden spannende Tage"

Wer geht noch beim Club? Wiedersehensfreuden bei Dovedan

Nikola Dovedan

Es geht gegen den Ex-Klub: Nürnbergs Nikola Dovedan. imago images

Ein Erfolg, bei dem die nach den Niederlagen gegen den HSV (0:4) und Sandhausen (2:3) zuletzt zu Recht kritisierte Mannschaft die passende Antwort gegeben hat - dem zum Zweifeln beginnenden Umfeld wie sich selbst. Zwar mag der Sieg die eine oder andere Länge gehabt haben, doch unterm Strich hat die mit sieben Neuzugängen angetretene Elf von Damir Canadi die vom Trainer geforderte und im Trainingsalltag eingeübte Präsenz ordentlich bis gut auf den Rasen gebracht. Dies nicht immer fehlerfrei, mitunter aber gefällig kombinierend, die neun guten bis sehr guten Chancen spielte sich der Absteiger jedenfalls im Wortsinn größtenteils heraus.

"Das ist bisher unser bestes Spiel gewesen", blickt Dovedan zurück und damit gleichzeitig voraus. Klar, jene Leistung gilt es gleich am Freitag daheim gegen Heidenheim zu bestätigen, sonst ist sie nur die Hälfte wert gewesen. "Wir wollen jetzt natürlich unbedingt nachlegen", bringt der 25-Jährige eine vermeintliche Selbstverständlichkeit aufs Tablett, die für den FCN gar nicht so selbstverständlich ist. Um zwei Club-Ligasiege am Stück zu finden, muss man im Kalender weit zurückblättern. Zuletzt gelang dies den Franken Ende April 2018 in der 2. Liga, als sie dem 3:1 in Kiel ein 2:0 zu Hause gegen Braunschweig folgen ließen.

Nikola ist ein ganz besonderer Spielertyp, wie man ihn heute nur ganz selten findet.

Heidenheims Trainer Frank Schmidt über Nikola Dovedan

Dass es am Freitag wieder mal soweit sein wird, davon geht die Mannschaft nun mit neuem Selbstvertrauen im Tank ausgestattet fest aus - dies belegen auch die Gedankenspiele Dovedans. Der Österreicher kündigt schon mal an, dass er "nicht jubeln werde" - aus Respekt vor den Heidenheimern, "denen er viel zu verdanken hat". Vor zwei Jahren hat ihn der Klub an den Brenz aus Vorarlberg vom SCR Altach geholt und ihn in der Person von Trainer Frank Schmidt "mit viel Verständnis und Geduld weitergebracht".

Der quirlige, starke Dribbler mit Torriecher wiederum hat dem 1. FCH im Sommer die per Klausel festgelegte Summe von 2,5 Millionen Euro eingebracht. Dass dies für den FCN ein wohl angelegtes Geld sein wird, davon ist sein Ex-Trainer felsenfest überzeugt. "Nikola ist ein ganz besonderer Spielertyp, wie man ihn heute nur ganz selten findet. Er wird seinen Weg machen", sagt Frank Schmidt vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Spieler. Dass die beiden eine hohe gegenseitige Wertschätzung verbindet, ist kein Geheimnis.

Trio soll den Verein noch verlassen

Ebenso wenig ist es ein Geheimnis, dass der Club angesichts des nunmehr üppigen Kaders bis zum Transferschluss am Montag noch den einen oder anderen Akteur an den Verein bringen will. Sportvorstand Robert Palikuca spricht in diesem Zusammenhang von "spannenden Tagen" und davon, dass einige Transfers konkret im Entstehen sind. An Mittelfeldspieler Simon Rhein (21), dem von einem Außenbandriss im Knöchel genesenen Außenbahnspieler Kevin Goden (20) und Offensiv-Allrounder Federico Palacios (24) besteht Interesse aus dem In- und Ausland für eine Leihe wie einen Transfer.

Für Letzteres kommt vor allem Palacios in Frage, bei Rhein dürfte es dem Club ähnlich wie bei dem kürzlich an Wehen Wiesbaden verliehenen Knöll darum gehen, einem Talent Spielpraxis zu ermöglich. Hinter Goden gilt es indes ein Fragezeichen zu setzen. Einerseits bringt der Rechtsfuß ein brutales Tempo mit, andererseits ist die rechte Seite beim FCN hinten wie vorne bestens besetzt. Kurzum: Es dürfte bei ihm auch auf einen Transfer hinauslaufen.

Eine erfreuliche Kunde hat die Franken unterdessen aus der DFB-Zentrale ereilt: U-21-Coach Stefan Kuntz, der zuletzt den Club in Sandhausen live verfolgte, wird mit Linksverteidiger Tim Handwerker (21) und Offensivallrounder Robin Hack zwei FCN-Akteure nominieren.

Chris Biechele

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