Bundesliga

Bosz probt Paulinhos Versetzung

Mehr Spielzeit für das teure Talent?

Bosz probt Paulinhos Versetzung

Paulinho

Kam nicht über 21 Kurzeinsätze hinaus: Paulinho. imago images

So richtig befriedigend verlief seine Saison nicht: Zwar investierte Bayer 04 im vergangenen Sommer rund 20 Millionen Euro für den damals 17 Jahre alten Brasilianer Paulinho. Über 21 Kurzeinsätze in Pflichtspielen (Ein Tor beim 5:1 gegen AEK Larnaka in der Europa League) kam der talentierte Angreifer aber nicht hinaus. Nun probt Bayer-Trainer Peter Bosz eine Versetzung. "Für mich ist er nicht der klassische Außenstürmer wie Karim Bellarabi oder Leon Bailey", sagt Bosz über Paulinho.

Bislang galt der wuchtige Jungspund aber als genau das, wenn auch er seinen Trainer in der zurückliegenden Rückrunde nie überzeugte. Bosz verabschiedete sich nach dem Ausfall Bellarabis sogar lieber von seinem 4-3-3-Stammsystem und ließ Kai Havertz rechts als Hybriden zwischen Außenbahn und Mittelfeld auflaufen, als Paulinho zu nominieren.

"Wenn man außen spielt, muss man in der Verteidigung gute Arbeit leisten", erklärt Bosz. Doch daran hapert es bei Paulinho: "Das muss er wirklich lernen." Schon im Testspiel am vergangenen Samstag gegen den englischen Erstligisten FC Watford agierte Paulinho deshalb halblinks in einer offensiven Viererkette. "Das ist, wo Brandt im vergangenen Jahr gespielt hat", sagt Bosz. Die Qualitäten dazu sind vorhanden. "Schnell auf der kurzen Strecke" und "technisch sehr gut", listet Leverkusens Cheftrainer auf.

Von der Versetzung könnte Bayer gleich doppelt profitieren: Mit mehr Spielzeit für das teure Talent Paulinho und einer weiteren Option im zentralen offensiven Mittelfeld. Damit sichert sich Bosz auch für den Fall ab, dass Bayer im Fall Nadiem Amiri noch ein Jahr warten muss. Der 22 Jahre alte Hoffenheimer soll mit Bayer einig sein, bislang sind die beteiligten Klubs aber noch uneinig über die Ablösezahlung. Bleiben beide Seiten hart, könnte Leverkusen noch bis 2020 warten. Dann ist Amiri ablösefrei.

Jim Decker

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