Schalke: Neuzugang will sich nicht verstecken

Schubert: "Bin ein mutiger Torwart ohne Angst vor Fehlern"

Markus Schubert

Will auf Schalke durchstarten: Markus Schubert. imago

Die bereits vor Monaten in Gang gesetzte Torwart-Rotation auf Schalke ist vorüber, inzwischen sind die Rollen wieder klar verteilt. Der zur Rückrunde durch Alexander Nübel als Stammtorwart abgelöste Ralf Fährmann hat sich nach Norwich verabschiedet, der von Dynamo Dresden ablösefrei gewechselte Markus Schubert gehört nun neu dazu und soll Nübel Konkurrenz machen. Als dritter im Bunde greift Michael Langer als Trainingspartner mit ein. Nun sprach Schubert über...

... seinen Wechsel zu Schalke 04: "Es gab mehrere Anfragen. Ich habe aber schnell gemerkt, dass Schalke unbedingt mit mir arbeiten und mich weiterbringen will. Hier hatte ich das beste Gefühl. Simon Henzler war ständig mit mir in Kontakt, er hat mir Videos und Bilder von seiner Arbeitsweise geschickt und erzählt, wie alles auf Schalke abläuft. Schalke hat mir eine überzeugende Perspektive aufgezeigt."

... seine Perspektive: "Klares Ziel für jeden Torhüter ist es, zwischen den Pfosten zu stehen - so auch meins. Wann das sein wird, liegt auch an meiner Entwicklung. Ich habe keinen festen Zeitpunkt, wann ich im Tor stehen will. Am besten so schnell wie möglich, ich gehe aber trotzdem entspannt und fokussiert an die Sache heran."

... seine Fähigkeiten: "Ich bin ein sehr mutiger Torhüter, der keine Angst vor Fehlern hat, gerne riskant spielt und oft zu Flanken rausgeht. Ich glaube, dass ich ein gutes Timing habe. Spielaufbau gehört heute zu den Aufgaben eines Torhüters ebenfalls dazu, er ist der elfte Feldspieler. Mein rechter Fuß ist ein bisschen besser, aber wenn ein Ball auf links kommt, spiele ich ihn auch mit dem linken Fuß. Ich meide diese Situationen nicht."

... das aufgrund von Fährmanns spontanem Wechsel geplatzte Modell von einer direkten Ausleihe: "Wir haben über mehrere Konstellationen gesprochen, ich wäre mit jeder einverstanden gewesen. Dass es nun so gekommen ist, finde ich gut, weil ich mich jetzt so ganz anders einleben und alle kennenlernen kann. Das ist wichtig. Es mag zu Lasten von Spielpraxis gehen, aber mit Simon habe ich ja einen hervorragenden Torwarttrainer, der sehr individuell auf uns Torhüter eingeht und viel mit uns redet."

... die Torhüter-Tradition in seiner Familie: "Mein Vati war Torhüter, mein älterer Bruder ebenfalls. Meine Tante war Torhüterin. Meine Mutti war in der Schule Handball-Torhüterin. Da war ich aber noch nicht auf der Welt."

Aufgezeichnet von Toni Lieto

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