Startet der Sechser fast ohne Spielpraxis in die Saison?

Bosz über Baumgartlingers Rückkehr: "Es dauert nicht nur Tage"

Julian Baumgartlinger

Seine Rückkehr ins volle Teamtraining steht noch in den Sternen: Julian Baumgartlinger. picture alliance

Aus Leverkusens Trainingslager in Zell am See/Kaprun berichtet Stephan von Nocks

Dass sich die Rückkehr von Julian Baumgartlinger aufgrund einer entzündeten Wunde am linken Fuß weiter verzögert, hatte der Mittelfeldspieler am Montag zum Auftakt des Trainingslagers selbst erklärt. Auch einen Einsatz in einem der beiden Testspiele am Samstag hatte der Rechtsfuß als "eher unrealistisch" eingestuft. Und folgt man den Erläuterungen von Peter Bosz, so wird sich das Comeback des 31-Jährigen, der wegen der Problematik Anfang Juni nicht für Österreichs Nationalteam spielen konnte, noch weiter hinauszögern.

Kurz nach der Ankunft im Mannschaftshotel in Österreich hatte der Trainer mit Baumgartlinger, Chef-Physiotherapeut Sven Elsinger sowie den beiden Teamärzten, Karl-Heinrich Dittmar und Burak Yildirim, das Gespräch gesucht, um gemeinsam den Comeback-Plan für den Sechser zu erstellen. "Wir haben uns zusammengesetzt und das besprochen. Baumi spürt, dass es jeden Tag besser wird", sagt der Trainer, der aber auf die Folgen der Entzündung hinweist.

"Das eine ist die Wunde - die heilt sehr gut. Da hat man auch keine Angst mehr", erklärt der Niederländer und nennt das größere Hindernis für den Spieler. "Weil er das Bein einige Wochen nicht belastet hat, hat er viel Muskulatur verloren. Die muss er wieder aufbauen. Das machen wir jetzt", so Bosz. Erst steht für Baumgartlinger also Muskelaufbautraining an, danach individuelles Training mit Athletiktrainer Daniel Jouvin auf dem Platz. Erst ohne, dann mit Ball. Bosz: "Das sind die Schritte, die er machen muss. Wenn er keinen Rückschlag bekommt, kann er - das wird nicht mehr hier im Trainingslager sein, aber nächste Woche - vielleicht Teile des Mannschaftstrainings mitmachen."

"Es ist in dem Sinn dramatisch..."

Baumgartlinger, der am 8. Juli hätte wieder einsteigen sollen, verliert also womöglich drei Wochen vollständiges Mannschaftstraining in der Vorbereitung. "Es ist in dem Sinn dramatisch, dass er im Vergleich zu anderen Spielern im Rückstand ist", weiß Bosz, dass dies alles andere als gute Voraussetzungen sind. Zwar fällt Baumgartlinger, der für die Balance im Spiel wichtig ist, nicht mehrere Wochen aus, "aber es dauert auch nicht nur ein paar Tage", gibt der Trainer zu Bedenken.

Somit scheint auch die Teilnahme Baumgartlingers an einem der beiden Testspiele am letzten Sonntag im Juli gegen Herakles Almelo und Vitesse Arnheim nicht gesichert. Dann bliebe ihm vor dem DFB-Pokalspiel in Aachen nur noch die Generalprobe gegen den FC Valencia im Rahmen der Saisoneröffnung am 4. August, um Spielpraxis zu sammeln.

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