Mainz: Neuzugang Ji erleidet Knieverletzung

Alle 17 Minuten! Burkardt knipst sich in den Vordergrund

Zu schnell: Mainz-Stürmer Jonathan Burkardt erzielt hier gegen die Eisbachtaler Sportfreunde eines seiner acht Tore in der Vorbereitung.

Zu schnell: Mainz-Stürmer Jonathan Burkardt erzielt hier gegen die Eisbachtaler Sportfreunde eines seiner acht Tore in der Vorbereitung. imago images

Schon im Sommer 2018 spielte sich Burkardt in der Vorbereitung in den Vordergrund. Als damals 17-Jähriger, der noch für die A-Junioren spielberechtigt war, traf er zweimal und wurde deswegen von Trainer Schwarz mit vier Startelfeinsätzen in den ersten acht Bundesligaspielen belohnt.

Burkardt durfte nicht mehr spielen

Es folgte kein weiterer bis heute. "Du musst ihm genau erklären, warum er nicht spielt. Natürlich auch, weil wir auf der Position ohnehin gute Spieler haben", erklärte Schwarz rückblickend die Nicht-Berücksichtigung auf der Vereinswebsite. Burkardt wurde fortan nur noch bei den A-Junioren oder der zweiten Mannschaft eingesetzt - bis zum 17. März. Von da an wurde der junge Stürmer bis auf eine Partie bei der U 19 aus dem Spielbetrieb genommen. "Es war wichtig, dass wir ihn gegen Ende der abgelaufenen Saison nur individuell belastet haben, um ihn darauf vorzubereiten, in der Vorbereitung von Beginn an topfit zu sein", begründete Schwarz die Maßnahme.

Und die fruchtete. "Er macht bisher einen sehr guten Eindruck", lobte Schwarz am Freitag nach den ersten beiden Testspielen, in denen der 1,81 Meter große Angreifer jeweils dreifach traf. Nicht das Ende seines Laufes: Einen Tag darauf traf er im Test gegen den SV Gonsenheim (8:0) doppelt und legte zudem einen Treffer vor. Alle 17 Minuten trug sich Burkardt, der am Donnerstag seinen 19. Geburtstag feierte, somit in die Torschützenliste ein (bei 135 Minuten Spielzeit). Kein anderer Mainzer traf häufiger als er, nämlich achtmal. Auch wenn die Gegner allesamt unterklassig waren - Allstars-Rheinhessen, Eisbachtaler Sportfreunde (Oberliga) und SV Gonsenheim (Oberliga) - ein Nachweis seiner Qualitäten.

"Muckis" als Basis für Talent

Das Erfolgsrezept? In seiner verordneten Spielpause hat der vorher eher schlaksige Stürmer viel Zeit im Kraftraum verbracht. "Burkardt hat körperlich zugelegt, Muskelmasse aufgebaut, steht stabil auf den Beinen", schreiben die Nullfünfer auf ihrer Website. Damit hatte der sechsmalige U-19-Nationalspieler die Grundlage geschaffen, sich zu entfalten. "Bei Burkardt ist es keine Frage des Talents oder des Potenzials", erklärte Schwarz. "Er hatte in der Vergangenheit schon die eine oder andere Verletzung. Deshalb ist es bei ihm wichtig, dass der Körper stark genug ist, um mit der gehobenen Belastung im Männerbereich Woche für Woche Bundesliga-Fußball bestreiten zu können."

Die Mainzer Geduld zahlt sich scheinbar aus. Burkardt besticht laut Website mit nicht weniger als seiner Schnelligkeit, Technik, Leichtfüßigkeit, Schusstechnik, überraschenden Wendungen und Sprints. In die Lobeshymne stimmt auch Schwarz ein: "Er hat sich gut bewegt, macht gute Tiefenläufe, zeigt ein sehr gutes Anlaufverhalten. Das ist seine große Stärke, da ist er immer wieder wachsam und geht nach Ballverlusten sofort in Gegenpressing-Situationen. Jonny hat sich in beiden Tests sehr gut präsentiert."

Ji fällt mit einer Knieverletzung aus

Das einzige "Problem" aus Sicht des jungen Spielers: In Mateta, Karim Onisiwo, Robin Quaison und Dong-Won Ji hat er vier gestandene Bundesligaspieler vor sich. Zumindest mit dem Südkoreaner Ji konkurriert Burkardt in nächster Zeit nicht um einen Platz. Im Test gegen Eisbachtal zog sich der Neuzugang vom FC Augsburg eine nicht näher beschriebene Knieverletzung zu. Eine Teilnahme am bevorstehenden Trainingslager in Grassau sei ausgeschlossen. In den nächsten Tagen soll er laut Vereinsangaben bei einem Kniespezialisten vorstellig werden.

mxb

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