Bundesliga

Bellarabis Hoffnung auf eine normale Saison

"Das Jahr war unglücklich für mich. Mein Ziel ist, fit zu bleiben."

Bellarabis Hoffnung auf eine normale Saison

Karim Bellarabi

Will fit bleiben: Karim Bellarabi. imago images

Am Samstag beim 4:0-Erfolg gegen Regionalligist Wuppertaler SV schloss sich der Kreis für Karim Bellarabi. Vor einem Jahr hatte der Angreifer im Stadion am Zoo zu Beginn der zweiten Hälfte einen Hitzekollaps erlitten, nachdem er zu Pause ohne Anzeichen auf irgendwelche Probleme ausgewechselt worden war. Es war der erste von vier Rückschlägen, die der frühere Nationalspieler in jener Spielzeit verdauen musste: Es folgte eine Kreuzbandzerrung, ein Platzvereis inklusive vierwöchiger Sperre sowie in der Rückrunde eine Muskelsehnenverletzung Ende März beim 1:4 im Spiel bei 1899 Hoffenheim, die für ihn das Saisonaus bedeuteten.

Am Samstag lief alles glatt. Bellarabi traf und stand auch nach dem Spiel für die Journalisten bereit. "Es war wieder ein bisschen warm, aber es ging", sagte der Rechtsfuß in Anspielung auf das Ereignis aus dem Vorjahr und fügte an: "Über ein Tor freut man sich immer, aber das wichtigste war, dass alle fit geblieben sind."

Spielersteckbrief Bellarabi

Bellarabi Karim

Diesen Zustand hat er nun für sich als oberstes Ziel ausgegeben. Die alte Verletzung ist abgehakt. "Ich bin wieder zu 100 Prozent fit. Ich muss mir aber in der Vorbereitung noch Kraft holen. Doch meine Verletzung habe ich definitiv nicht mehr im Kopf", sagt er. Jetzt hofft er auf Konstanz in gesundem Zustand. "Das Jahr war unglücklich für mich. Deshalb ist für mich dieses Jahr ganz klar das Ziel, fit zu bleiben."

Gelingt ihm das, könnte Bellarabi einer der Akteure sein, die aus der Verpflichtung von Kerem Demirbay den größten Vorteil ziehen. Der Flügelstürmer ist von den Fähigkeiten des neuen Ideengebers im Mittelfeld angetan. "Man merkt es schon, dass er uns auf jeden Fall weiterhelfen kann und er eine wirklich gute Qualität hat. Wir freuen uns, dass er da ist", fasst Bellarabi seine ersten Eindrücke von dem 32-Millionen-Euro-Einklauf zusammen, "man merkt, dass er auf jeden Fall eine Verstärkung ist. Er hat ein gutes Timing, ein gutes Gefühl, wann er den Pass spielt. Ich glaube, dass wir vorne von ihm profitieren können." Dies gilt gerade für den schnellen Bellarabi, der als Adressat für Demirbays Pässe prädestiniert ist. Vorausgesetzt, er bleibt jetzt gesund.

Stephan von Nocks

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