BVB denkt über "Kreativlösung" im Angriff nach

Dortmund hat Roma-Stürmer Schick auf dem Zettel

Patrik Schick

Ist dem BVB aufgefallen: Patrik Schick. imago images

Seit diesem Montag ist der Transfermarkt offiziell geöffnet, Borussia Dortmund hat schon lange vorher groß eingekauft. Aber: Bleibt es bei den Transfers von Nico Schulz, Thorgan Hazard, Julian Brandt, Mats Hummels und Mateu Morey (mit dem Vollzug wird jederzeit gerechnet)? Sportdirektor Michael Zorc hat mehrfach betont, dass er die "Augen offenhalten" will.

Auch wenn die Offensive schon hochkarätig besetzt ist, ein klassischer Strafraumstümer ist nicht dabei. "Wir sind wegen unserer Defensive nicht Meister geworden", bekräftigt Hans-Joachim Watzke, "dieses Problem haben wir gelöst." In der Offensive sieht der BVB also kein solches, das den Einsatz weiterer 20 oder 30 Millionen Euro Ablöse benötigt. Wenn, dann sei eine "Kreativlösung" denkbar.

1,90-Meter-Stürmer Schick könnte die "Kreativlösung" sein

Dabei sind die Dortmunder, wie der kicker aus sicherer Quelle erfuhr, auf Patrik Schick von der AS Rom aufmerksam geworden. Schick ist zwar ebenfalls kein klassischer "Knipser", sein Profil könnte aber selbst Lucien Favre gefallen, der am liebsten "einen Stürmer sucht, der eigentlich keiner ist und trotzdem wie einer spielt", wie es in der Szene mit ironischem Unterton heißt.

Schick bringt 1,90 Meter Körpergröße und eine schlaksige Figur mit. In der abgelaufenen Saison kam er für die Roma, zu der er 2017 zunächst auf Leihbasis und später fest gewechselt war, in 32 Pflichtspielen auf fünf Treffer und drei Vorlagen.

kicker.tv Hintergrund

Hoeneß zum BVB: "Ob sie sich verstärkt haben, werden wir sehen"

alle Videos in der Übersicht

Das komplizierte Vertragswerk als Contra - der Berater als Pro

Wenn sich ein Leihgeschäft realisieren ließe, könnte Schick die von Watzke angesprochene "Kreativlösung" sein. Das Problem ist das komplizierte Vertragswerk zwischen der Roma und Schicks ehemaligem Arbeitgeber Sampdoria: Die Roma hat bisher 17 Millionen Euro für den tschechischen Nationalspieler gezahlt und Genua bei einem Weiterverkauf bis Februar 2020 (mindestens 20 Millionen Euro) eine Transferbeteiligung von 50 Prozent zugestanden. Ob man in diesem Konstrukt eine Leihe unterbringen kann, wenn Klubs wie Marseille und Lyon einen Kauf in Erwägung ziehen, lässt sich nicht seriös sagen.

Gut für den BVB: Mit Schicks Berater Pavel Paska haben Zorc und der BVB in der Vergangenheit einige gewinnbringende Deals eingefädelt: Paska brachte Patrik Berger (1995-96), Tomas Rosicky und Jan Koller (beide 2001-2006) nach Dortmund.

hen/md/mkr

Neuer Spitzenreiter: Die teuersten BVB-Neuzugänge