DFL erklärt die Vorgehensweise

Zorc findet Dortmunds Ansetzungen "absolut suboptimal"

BVB-Sportdirektor Michael Zorc

Nicht ganz einverstanden mit dem Spielplan: BVB-Sportdirektor Michael Zorc. imago images

Sechs Gruppenspiele in der Königsklasse, sechs folgende Auswärtsaufgaben in der Bundesliga: Bei Borussia Dortmund wundert man sich über diese Ansetzung durch die DFL. "Jedes Mal nach einem kräftezehrenden Champions-League-Spiel - ob nun daheim oder noch extremer auswärts - in der Bundesliga auswärts antreten zu müssen, das ist absolut suboptimal. Das weiß jeder, der sich mit der Thematik Belastungssteuerung auskennt", sagt Sportdirektor Michael Zorc im Gespräch mit dem kicker.

Am fünften Spieltag tritt der BVB in Frankfurt an, am siebten in Freiburg, am neunten im Derby beim FC Schalke 04, am elften in München, am 13. bei Hertha BSC und am 15. in Mainz. Auch RB Leipzig muss sechs Mal auswärts ran. Der FC Bayern, potenziell schärfster Rivale des BVB im Titelkampf, bestreitet dagegen nach allen sechs Champions-League-Gruppenspielen in der Bundesliga Heimspiele. Bei Bayer Leverkusen, dem vierten deutschen Teilnehmer, ist das Verhältnis ausgeglichen: Die Werkself spielt nach den ersten drei Gruppenspieltagen dreimal zuhause und nach den letzten drei Partien dreimal auswärts.

"Damals" war das Verhältnis genau umgekehrt

In der Vorsaison musste Dortmund nur nach einem Gruppenspiel der Königsklasse auswärts antreten. In Hoffenheim spielte der BVB damals am 4. Spieltag 1:1, nachdem man zuvor beim FC Brügge mit 1:0 gewonnen hatte. Aus den fünf Heimspielen nach Champions-League-Partien in der Vorrunde holte der BVB in der Spielzeit 2018/19 13 von 15 möglichen Punkten. Nach dem Achtelfinal-Hinspiel bei Tottenham Hotspur (0:3) spielte die Borussia auswärts in Nürnberg 0:0, nach dem Rückspiel (0:1) gewannen die Schwarzgelben daheim gegen Stuttgart mit 3:1.

"Damals" war das Verhältnis allerdings auch genau umgekehrt gewesen, weil die Münchner nach Königsklassen-Auftritten fünfmal auswärts (vier Siege, eine Niederlage) und einmal in der Allianz-Arena (0:3 gegen Gladbach) ranmussten.

Erklärung seitens der DFL

Am Freitag meldete sich die DFL zu dem Thema auch zu Wort und erklärte ihre Vorgehensweise bei der Erstellung des Spielplans: "Die vorliegenden Spielpläne sind das Ergebnis der Gesamtbetrachtung für die Bundesliga und 2. Bundesliga unter der bestmöglichen Berücksichtigung zahlreicher Vorgaben unter anderem der Sicherheitsorgane sowie Wünschen der Klubs. Die DFL hat sich dabei auch im Fall von Borussia Dortmund bemüht, den vorab bei der DFL hinterlegten Wünschen des Klubs bestmöglich zu entsprechen. Unter anderem aus diesen Wünschen ergibt sich unter Berücksichtigung von Parametern wie einem möglichst stets gegebenen Heim-Auswärts-Rhythmus eines Klubs der vorliegende Spielplan. Wir werden bei den zeitgenauen Ansetzungen selbstverständlich berücksichtigen, dem BVB wie allen international agierenden Bundesliga-Teams notwendige Regenerationspausen zwischen den Begegnungen zu ermöglichen."

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Matthias Dersch

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