Der VfB nach dem 2:2 gegen Union

Gomez trotzig, Willig angesäuert: "Wir werden zurückschlagen"

Mario Gomez und Nico Willig, VfB Stuttgart

Konnten nicht zufrieden sein: Mario Gomez und Trainer Nico Willig. imago images

Die Berliner würden "feiern, als ob sie aufgestiegen wären", hatte der einstige Nationalstürmer seine Eindrücke nach dem 2:2 im Relegationshinspiel gegen Union geschildert. "Das sollen sie tun. Wir werden am Montag zurückschlagen." Gomez war sauer. Sein Tor zum 2:1, ein Willens- aber auch Glückstreffer, hatte eben nicht gereicht, um ein gutes Resultat für das Rückspiel am Montag (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) in der Alten Försterei zu erzielen. Individuelle Patzer in der eigentlich zuletzt gefestigten Abwehr begünstigen beide Treffer der Hauptstädter. Insgesamt agierten die Schwaben häufig zu passiv.

Eine Tatsache, die Nico Willig beschäftigte. Ein Rückfall in längst vergessen geglaubte Tage? "Ich weiß nicht, ob es immer ein Rückfall ist", sagte der Trainer auf eine entsprechende Frage und stellte die "dominanten Phasen" heraus. Etwa gute Gegenpressingsituationen und Balleroberungen in Durchgang eins, wo die Führung über Anastasios Donis über eine solche Szene eingeleitet wurde. Der 38-Jährige, der nach dem Remis angesäuert wirkte, aber nichtsdestotrotz wie immer erfrischend auskunftsfreudig auftrat, verheimlichte nicht seine Unzufriedenheit: "Aber ja, es gab auch schwächere Phasen."

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Das ist das große Thema beim VfB: Leistungskonstanz über 90 Minuten. Diese war selten zu beobachten in der abgelaufenen Saison, schon gar nicht über mehrere Partien hinweg und am Donnerstagabend mit einem drastischen Höhepunkt nach dem 1:0 von Christian Gentner, dem einen Zug später der Ausgleich folgte. "Wichtig für uns ist, zu verstehen, dass erst Halbzeit ist", fordert Willig. Bei dieser psychologischen Aufgabe für den Coach kann Gomez' Kampfansage eine willkommene Steilvorlage sein.

Benni Hofmann