Bayern-Trainer bereitet sich auf ein Spektakel vor

Kovac schätzt Leipzigs Aufstieg: "Sollte man apostrophieren"

Niko Kovac und Ralf Rangnick beim Hinrunden-Duell am 19. Dezember

Wiedersehen: Niko Kovac und Ralf Rangnick beim Hinrunden-Duell am 19. Dezember. picture alliance

Zweimal muss der FC Bayern binnen zwei Wochen gegen RB Leipzig ran, zweimal kann er mit einem Sieg einen Titel feiern: an diesem Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) in der Meisterschaft und am 25. Mai im Pokalfinale. RB will das tunlichst vermeiden und den Bayern das Leben erschweren. In dieser Saison, klar, aber auch in Zukunft.

Denn die Leipziger rücken näher ran an den Branchenprimus, das fällt auch den Beteiligten an der Säbener Straße auf. "Seit Ralf Rangnick das leitet, geht es stetig bergauf", sagt Niko Kovac: "Das sollte man apostrophieren." Denn er weiß, wovon er spricht, hat er doch seine Anfänge im Trainerbereich bei Red Bull Salzburg erlebt und die Vision der beiden Vereine kennengelernt.

"Es gibt viele Klubs, die viel Geld haben, aber nichts auf die Reihe bekommen"

"Da steckt absolut Struktur dahinter", erklärt er. Schließlich würde das vorhandene Budget sinnvoll eingesetzt werden - anders als bei manch anderen Vereinen, wie der FCB-Coach betont: "Es gibt viele Klubs, die viel Geld haben, aber nichts auf die Reihe bekommen." Umso mehr müsse hervorgehoben werden, "was dort geleistet wird". Und wie sich RB peu à peu zu einem deutschen Spitzenteam mausert.

Es geht also mit Respekt nach Leipzig und gewiss mit Selbstvertrauen und Vorfreude, denn die Bayern können und wollen - logischerweise - ihre siebte Meisterschaft in Serie perfekt machen. Dafür "haben wir den Jungs schon die Sachen an die Hand gegeben, die sie brauchen", sagt Kovac: "Wenn sie das so umsetzen, werden wir es schaffen." Dabei erinnert er, dass es sich in der Vergangenheit immer um sehr "enge und immer wieder spektakuläre Spiele" gehandelt habe. "Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass das auch diesmal der Fall sein wird."

Dreimal gastierte Bayern in Leipzig: Zwei Siege, eine Niederlage

Dreimal gastierten die Münchner bisher in Leipzig. Beim ersten Aufeinandertreffen entschied Arjen Robben die Partie mit seinem Treffer zum 5:4 in der Nachspielzeit; im Oktober 2017 im DFB-Pokal scheiterte Timo Werner im Elfmeterschießen an Sven Ulreich, seinem aus Stuttgarter Zeiten bekannten Keeper; und vorige Saison gewann RB erstmals gegen den FCB, weil Werner beim 2:1 ein Tor vorbereitete und eines selbst erzielte. Nun folgt das vierte Duell in der Red-Bull-Arena - gegen einen Klub, der Bayern das Leben schwermachen könnte. In dieser Saison und auch in Zukunft.

Georg Holzner

kicker.tv Hintergrund

FCB auf dem Weg zum Titel: Wird Leipzig zum Stolperstein?

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