Hannover: Ex-Kapitän bleibt "Unioner"

96: Keine Rückkehr von Schmiedebach & Co.

Manuel Schmiedebach

Bleibt bei Union hängen: 96-Leihspieler Manuel Schmiedebach. imago

Er war Bestandteil der erfolgreichen Hannoveraner Europa-League-Mannschaft um 2012 herum, später sogar Kapitän und ein Kult-Spieler, den sich manch einer im Anhang von Hannover 96 zurückgewünscht hätte. Doch die bisherige Leihgabe Manuel Schmiedebach bleibt über die Saison hinaus beim derzeitigen Zweitligisten Union Berlin.

Hintergrund ist ein spezieller Passus im Leihvertrag des 30-Jährigen, der die Niedersachsen seinerzeit im Unfrieden mit dem damaligen 96-Coach André Breitenreiter verlassen hatte. Wie der kicker erfuhr, enthält die Vereinbarung eine bindende Option, nach der sich das Leihgeschäft mit dem defensiven Mittelfeldspieler automatisch in einen festen Anschlussvertrag bei den Hauptstädtern umwandelt, wenn diese nicht in die 3. Liga absteigen, was inzwischen ausgeschlossen ist. Eher das Gegenteil könnte eintreten - Union spielt noch um den Aufstieg in die Bundesliga mit. So oder so ergibt sich damit ein Kontrakt für den in Berlin geborenen Schmiedebach bis 2021.

Auch die übrigen Leihgaben kehren nach aktueller Lage der Dinge im Sommer nicht nach Hannover zurück. Für Mike-Steven Bähre besitzt Englands Drittligist FC Barnsley, trainiert vom früheren 96-Coach Daniel Stendel, eine Kaufoption. Der Klub liegt als Tabellenzweiter aussichtsreich im Rennen um den Zweitligaaufstieg und zeigt sich dem Vernehmen nach mit den bisherigen Leistungen des 23-Jährigen sehr zufrieden - eine feste Übernahme gilt somit als wahrscheinlich.

Knackpunkt bei Tschauner

Ähnlich die Situation bei Torhüter Philipp Tschauner, der nach dem verlorenen Konkurrenzkampf gegen Michael Esser im Winter von Hannover auf Leihbasis zum FC Ingolstadt wechselte. Dort sind die Verantwortlichen angetan von dem 33-jährigen Keeper, der als gebürtiger Schwabacher selbst gerne in der Nähe seiner fränkischen Heimat weiterspielen würde. Ingolstadt besitzt eine Kaufoption für die 2. Liga. Das wiederum führt zum mutmaßlich einzigen Knackpunkt: Die Klassenzugehörigkeit der "Schanzer", die derzeit mit vier Punkten zum rettenden Ufer auf dem letzten Platz rangieren.

Michael Richter

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