Ausstiegsklausel ermöglicht vorzeitigen Abschied - Vertrag bis 2022

"Extrem bitter" für Aue: Rapp heuert bei Union an

Von Aue nach Berlin: Defensivspieler Nicolai Rapp.

Von Aue nach Berlin: Defensivspieler Nicolai Rapp. imago

"Mit Nicolai Rapp konnten wir einen jungen, talentierter Spieler verpflichten, der trotz seines Alters schon viel Zweitligaerfahrung mitbringt. Wir haben seine Entwicklung schon länger beobachtet und sind überzeugt, dass er auf allen Defensivpositionen eine Verstärkung für uns sein kann", kommentiert Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball, die Verpflichtung.

"Ich freue mich, dass der Wechsel zum 1. FC Union Berlin geklappt hat und bin gespannt auf die neue Herausforderung. Ich habe viel Gutes über den Verein gehört und freue mich auf die anspruchsvolle Aufgabe in Berlin. Für mich persönlich geht es nun darum, mich so schnell wie möglich in der Mannschaft zu etablieren und mit meinen Leistungen zum Erfolg des Teams beizutragen", so Rapp nach seiner Unterschrift.

Ausstiegsklausel wahrgenommen

Rapp erhält beim 1. FC Union einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022, gültig für die 2. Bundesliga und die Bundesliga. Nach Darstellung der Auer hatte Rapp in seinem Kontrakt eine Ausstiegsklausel vereinbart, die er jetzt wahrnahm. "Es ist extrem bitter, dass uns Nicolai nicht mehr zur Verfügung steht. Er hat bei uns eine prima Entwicklung genommen und war ein wichtiger Faktor für uns. Wir verlieren sportlich einen wichtigen Spieler, aber noch mehr schmerzt uns der Verlust eines überragenden Charakters im Team. Dass er den nächsten Schritt in seiner noch jungen Karriere früher als von uns gedacht und erhofft angeht, ist leider nicht zu ändern", sagte Aues Cheftrainer Daniel Meyer in einer Mitteilung des FCE.

Es ist extrem bitter, dass uns Nicolai nicht mehr zur Verfügung steht. Er war ein wichtiger Faktor für uns.

Aues Trainer Daniel Meyer

Rapp durchlief alle Jugendmannschaften der TSG Hoffenheim und gehörte ab Sommer 2015 zum Profikader der Kraichgauer. Um mehr Spielpraxis zu erhalten, wechselte der Defensivakteur im Januar 2016 auf Leihbasis für eineinhalb Jahre zum Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth. Für die Mittelfranken absolvierte er insgesamt 27 Pflichtspiele und erzielte ein Tor.

Von Fürth ging es weiter nach Aue, wo er in seiner ersten Spielzeit bei den Veilchen auf 24 Einsätze kam - in der Relegation gegen den Karlsruher SC half er mit, den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga zu realisieren. In der aktuell Spielzeit gehörte Rapp zum absoluten Stammpersonal der Sachsen und kam in 16 Pflichtspielen zum Einsatz.

bst

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