RB bangt vor Hertha-Duell um Augustin

Rangnick stört Banner-Verbot für Leipzig-Fans nicht

Ralf Rangnick

Trainer einer formstarken Mannschaft: Ralf Rangnick. picture alliance

Auch am Freitag klang Ralf Rangnicks Stimme angekratzt, zu seiner Laune wollte das aber nicht passen: Der gesundheitlich angeschlagene Trainer und Sportdirektor von RB Leipzig, der vor rund sechs Wochen noch mit der halben Mannschaft abgerechnet hatte , blickt nach fünf Pflichtspielen ohne Gegentor mit Zuversicht aufs Topspiel Sechster gegen Fünfter bei Hertha BSC am Samstagabend (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de).

Der Zu-Null-Lauf "kommt sicher nicht von ungefähr", erklärte Rangnick zufrieden. "Das hat extrem viel mit dem Aufwand zu tun, den die Jungs dafür betreiben, mit dem Engagement, bei dem sich jeder einbringt und keiner rausnimmt." Bei seiner furiosen PK Ende September hatte Rangnick noch ungefähr das Gegenteil monieren müssen. "Das war vor sechs, sieben Wochen noch nicht so. Da hat die Mannschaft einen ganz wichtigen Schritt gemacht." Jetzt "lassen wir insgesamt nur wenige Chancen und Torschüsse zu".

"Mehr Waffen": Rangnick warnt vor "neuer" Hertha

Doch Hertha, in den jüngsten beiden Heimspielen RB noch 1:4 und 2:6 unterlegen, stellt die beste Defensive der Bundesliga vor eine neue Herausforderung, schlug zuhause schon Gladbach (4:2) und Bayern (2:0) und punktete zuletzt beim BVB (2:2). "Ich glaube, dass Hertha noch mal eine ganz andere Mannschaft zur Verfügung hat als letztes Jahr", sagte Rangnick und warnte vor einer "torgefährlichen" Offensive, die inzwischen mit "mehr Waffen" und "mit dem nötigen Tempo ausgestattet" sei. "Deswegen gehe ich nicht davon aus, dass wir wieder vier, fünf oder sechs Tore schießen."

Auf Emil Forsberg ("Ich gehe realistisch betrachtet davon aus, dass wir ihn während der Länderspielpause integrieren können") muss Rangnick zudem noch länger verzichten, um Jean-Kevin Augustin (Adduktorenprobleme) bangt er noch. Der Einsatz des Angreifers entscheide sich erst beim Training am Nachmittag. Er, Rangnick, sei hingegen einsatzbereit: "Es ist nicht schlechter geworden", berichtete er. "Solange kein Fieber dazukommt, ist alles gut."

Banner-Verbot? Mit RB-Fans treffe es "nicht die Falschen", so Rangnick

Leipzig ist am Samstag die erste Gastmannschaft, die davon betroffen ist, dass die Berliner als Reaktion auf die Vorfälle in Dortmund "bis auf Weiteres" Banner, Spruchbänder, Blockfahne und Doppelhalter im Olympiastadion untersagt haben . Rangnick hat damit kein Problem. Erstens werde sich Hertha um den "ganz intelligenten Mann" Michael Preetz "was dabei gedacht haben"; und zweitens treffe es mit den RB-Anhängern "nicht die Falschen", lächelte Rangnick: "Unsere Fans sind bisher nicht durch Banner und erst recht durch Banner, die in Fußballstadien nichts zu suchen haben, in Erscheinung getreten."

jpe

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