Köln schöpft Hoffnung

Höger: Platz 17 - "ein schönes Gefühl"

Marco Höger

Seit langem mal nicht ganz unten: Marco Höger mit Köln. imago

Die Rettung ist möglich, ob über die Relegation oder sogar direkt von Rang 15 aus. "Wir müssen erstmal einen einholen", sagt Höger, "es sind fünf Punkte auf Mainz und Wolfsburg. Aber: Wir müssen gewinnen und hoffen, dass sie Punkte lassen."

Der Auftrag für die kommenden Wochen ist also klar definiert: Für Siege gibt es keinen Ersatz! Egal, wie der Gegner heißt. Immerhin konnte die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck gegen Leverkusen eindrucksvoll belegen, dass sie in der Lage ist, deutlich höher eingestufte Teams zu beherrschen und zu besiegen.

Egal gegen wen, egal wo, ob auswärts oder in Köln - wir müssen punkten.

Marco Höger

Marco Höger selbst hat die leichte Gehirnerschütterung aus dem Derby auskuriert. Zwar sorgte sie dafür, dass er den Erfolg nicht wirklich genießen konnte ("Der Kotzeimer war mein bester Freund!"), aber eingehende Untersuchungen ergaben schnell, dass keine schwere Blessur vorlag. Noch arbeitet er im Training mit gebremsten Schaum: "Insofern kommt mir die Länderspielpause entgegen."

Trotz des Erfolges und der neu erwachten Hoffnung sind die Kölner dankbar, in diesen Tagen etwas durchschnaufen zu können: "Wir waren in den vergangenen Wochen in jedem Training und jedem Spiel zu 110 Prozent unterwegs", sagt Höger, "wir durften mental kein bisschen nachlassen, das ist sehr anstrengend. Da ist es gut, wenn man ein paar Tage hat, wo man sich ein wenig rausnehmen kann. Spätestens ab Montag geht es ja schon im normalen Rhythmus weiter."

Fokus liegt auf Hoffenheim

Ab dann liegt der Fokus "voll auf Hoffenheim", beteuert der Mittelfeldspieler, "das Mainz-Spiel wird komplett ausgeblendet. Wenn wir in Hoffenheim nichts holen, hilft uns auch ein Sieg gegen Mainz nicht wirklich weiter." Höger bekräftigt noch einmal: "Egal gegen wen, egal wo, ob auswärts oder in Köln - wir müssen punkten."

Frank Lußem