Leipziger mit Punkt auf Schalke "nicht zufrieden"

Hasenhüttl provoziert: Stresstest für Timo Werner

Stresstest für Timo Werner

Bestand den Stresstest: Leipzigs Torschütze Timo Werner. imago

Trainer Ralph Hasenhüttl seufzte leicht, als er auf das 1:1 gegen Schalke 04 angesprochen wurde. "Ich hätte nicht gedacht, dass man mal mit einem Punkt auf Schalke nicht ganz zufrieden sein kann. Jetzt ist es aber so", meinte der ehrgeizige Trainer. Denn: Seine Elf hatte die erste Hälfte im Griff, ging verdient in Führung. Doch in der zweiten Halbzeit ließ die Hasenhüttl-Truppe den Gegner zurück ins Spiel kommen.

Gegner wieder aufgebaut

"Ärgerlich, dass wir nach der Halbzeit einen toten Gegner wiederaufbauen, mit einem Treffer, der so nie fallen darf", gab der Österreicher offen zu, dass ihn der Ausgleich mächtig wurmte. "Das war Schläfrigkeit, die so ein Gegner ausnützt." Nach dem Ausgleich von Klaas-Jan Huntelaar 48 Sekunden nach dem Seitenwechsel kamen die Leipziger zwar wieder zurück ins Spiel, aber die ganz großen Torchancen fehlten. "Wir hatten nicht die Zielstrebigkeit", urteilte auch Hasenhüttl.

Dennoch ist der Coach überzeugt, dass seine Mannschaft an diesen Spielen wachsen wird. "Uns wird das nicht noch mal passieren, dass wir in solche einem Stadion so aus der Halbzeit kommen", betonte der Trainer des Aufsteigers. Vielmehr will seine Mannschaft die umgeändert gute Tabellenkonstellation nutzen, um Platz Zwei zu verteidigen.

Der nächste Gegner heißt dabei am Samstag FC Ingolstadt (15:30 Uhr), jene Mannschaft, die RB in der Hinrunde die erste Bundesliga-Niederlage beibrachte. Entsprechend ist noch eine Rechnung offen und die Leipziger gehen akribisch in die Vorbereitung. Nicht eine öffentliche Einheit wird es in dieser Trainingswoche geben.

Provozierter Werner trifft

Ein Extra-Lob bekam noch Timo Werner. Der Torschütze zum 1:0 für Leipzig hatte medial im Fokus gestanden, da er im Hinspiel gegen Schalke mit einer Schwalbe für Aufregung gesorgt hatte. "Timo war bereit für diese Aufgabe", sagte Hasenhüttl am Montag, der von Werner als "mein bester Stürmer" sprach.

Dabei verriet der Trainer, dass er Werner vor dem Spiel bewusst getestet hatte: In einer Trainingseinheit steckte er Werner in die Mannschaft mit jenen Spielern, die am Wochenende nicht in der Startelf stehen würden. "Er hat die Reaktion gezeigt, die ich sehen wollte: Er war richtig sauer", grinste Hasenhüttl, der von seinem provozierten Schützling einen "abgeklärten Auftritt" auf Schalke sah. Und der mit seinem Treffer die Pfiffe der Fans übertönte.

Fabian Held

Bilder zur Partie FC Schalke 04 - RB Leipzig