Bundesliga 2017/18, 9. Spieltag
15:40 - 10. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Burnic
für Aogo
Stuttgart

15:53 - 23. Spielminute

Tor 1:0
Sabitzer
Linksschuss
Vorbereitung Werner
Leipzig

16:48 - 61. Spielminute

Spielerwechsel (Leipzig)
Augustin
für Werner
Leipzig

16:50 - 63. Spielminute

Spielerwechsel (Leipzig)
Kampl
für N. Keita
Leipzig

16:52 - 65. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Akolo
für Asano
Stuttgart

17:00 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (Leipzig)
Laimer
für Forsberg
Leipzig

17:03 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Brekalo
für Beck
Stuttgart

17:16 - 89. Spielminute

Gelbe Karte
Terodde
Stuttgart

RBL

VFB

Aogo muss früh raus - Asano trifft nur den Pfosten

Leipzig siegt dank "Joker" Sabitzer

Ron-Robert Zieler streckt sich vergebens: Der Schuss von Marcel Sabitzer (nicht im Bild) schlägt im hoch im linken Eck ein. imago

Leipzig-Trainer Ralph Hasenhüttl drehte nach dem 3:2-Heimsieg in der Champions League kräftig am Personalkarussell: Für Upamecano, Halstenberg, Kampl, Bruma und Augustin liefen Konaté, Bernardo, Demme, Poulsen und Werner auf. Sabitzer blieb in der Startelf, weil sich Bruma beim Aufwärmen verletzt hatte.

Stuttgarts Trainer Hannes Wolf stellte im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen den 1. FC Köln dreimal um: Für Kaminski (Bänderriss), Brekalo sowie Donis (Schultereckgelenkssprengung) durften Beck, Insua nach langer Verletzungspause und Asano ran.

Mit nur zwei nominellen Offensivkräften in der Anfangsformation (Asano, Terodde) waren die taktischen Gegebenheiten von Beginn an klar: Der VfB rührte Beton an, erwartete RB mit allen Akteuren in der eigenen Hälfte und erhoffte sich den einen oder anderen Nadelstich. An der Taktik änderte auch die frühzeitige Auswechselung des an den Adduktoren verletzten Aogo nichts. In Burnic kam ein defensiver Mittelfeldspieler (10.), Insua avancierte in der Defensive nun zum linken Glied in einer Fünferkette.

Bis auf eine Sabitzer-Chance (8.) tat sich in der Anfangsphase wenig vor beiden Toren. RB war optisch klar überlegen, großer Raumgewinn blieb aber gegen gut verschiebende Schwaben zunächst ein Fremdwort, Pässe in die Tiefe verhinderte das engmaschige Abwehrnetz des Aufsteigers.

Sabitzer vollendet Leipziger Stafette

Leipzigs war durch tiefstehende Gäste seiner eigentlichen Stärke, dem Umschaltspiel, beraubt. Es war eine erstmals über mehrere Stationen vorgetragene flüssige Kombination, die in die Führung mündete: Über Forsberg, Keita und dann Werner wanderte der Ball zu Sabitzer. Der Offensivmann kam gegen Pavard, der zu spät attackierte, aus 22 Metern zum Schuss, sein Schlenzer landete über Zieler hinweg hoch im linken Eck (23.).

Werner schießt knapp vorbei

Nach dem Rückstand löste sich Stuttgart etwas aus der Umklammerung, blieb aber offensiv ohne nennenswerte Aktion. Die Sachsen blieben optisch überlegen, wussten aber bis auf eine Szene kaum mehr zu glänzen - bei Werners Flachschuss aus 20 Metern knapp vorbei aber stand Zieler, der sich vergeblich gestreckt hätte, das Glück zur Seite (41.).

Quirliger Asano verpasst den Ausgleich

Bundesliga, 9. Spieltag

Durchgang zwei hielt fast den schnellen Ausgleich bereit: Nach einem Befreiungsschlag von Burnic auf Asano behauptete sich der Japaner gegen den zu zögerlichen Konaté und zog von halblinks aus elf Metern ab. Gulacsi tauchte ab und verhinderte das 1:1 (50.). Wenig später war es erneut Asano, der diesmal vom Pech verfolgt war und nur den Außenpfosten traf (56.). In Stuttgarts bester, mit etlichen Chancen garnierter Phase flog Mangalas Distanzschuss wenig später drüber (58.).

Zeit der Wechselspielchen

Was war mit RB? Zu passive Sachsen ließen mit schwacher Zweikampfquote die Drangphase des Kontrahenten zu, die Stabilität war verloren gegangen. Hasenhüttl reagierte nach einer guten Stunde, Augustin für Werner und Kampl für Keita hießen seine Wechseloptionen, auf der Gegenseite kam Akolo für den auffälligsten, aber ausgepumpten Asano (65.).

Und der Kongolese hatte die nächste Möglichkeit der Wolf-Elf, Gulacsi verkürzte clever den Winkel (71.). Auf der anderen Seite sendete Kampl ein im zweiten Durchgang selten gewordenes Leipziger Lebenszeichen (74.).

Endphase geht wieder an RB

Diese Aktion aber beendete die Dominanz der Schwaben und verhalf den Gastgebern aus ihrem Tief. Die Hasenhüttl-Schützlinge erlangten die Kontrolle zurück, Sabitzer (81.) sowie Augustin (83.) zwangen Zieler zu guten Paraden, Kampl feuerte knapp daneben (90.+1). Weil der VfB nicht mehr entscheidend in Schlagdistanz kam, blieb es beim knappen Sieg von Leipzig.

Spieler des Spiels

Marcel Sabitzer Mittelfeld

2
Spielnote

Die Partie lebte bis zum Schluss von der Spannung. Fußballerisch bot sie durchschnittliche Kost.

3,5
Tore und Karten

1:0 Sabitzer (23', Linksschuss, Werner)

Leipzig

Gulacsi 2,5 - Klostermann 3,5, Konaté 3,5, Orban 2,5, Bernardo 4 - N. Keita 3 , Demme 3,5, Sabitzer 2 , Forsberg 4 - Poulsen 4,5, Werner 3,5

Stuttgart

Zieler 3 - Baumgartl 3, Badstuber 3, Pavard 4 - Beck 4 , Aogo , Mangala 3,5, Ascacibar 3, Asano 3,5 , Insua 4 - Terodde 4,5

Schiedsrichter-Team

Sven Jablonski Bremen

3
Spielinfo

Stadion

Red Bull Arena

Zuschauer

42.558 (ausverkauft)

Leipzig empfängt am kommenden Mittwochabend (20.45 Uhr) den FC Bayern in der zweiten Pokalrunde. Stuttgart tritt ebenfalls am Mittwoch (18.30 Uhr) beim 1. FC Kaiserslautern auf dem Betzenberg an.

Bilder zur Partie RB Leipzig - VfB Stuttgart