Haching/Karlsruhe: Miller bringt die SpVgg zur Verzweiflung

Deutinger hadert mit dem Abschluss

Stand beim Sieg in Unterhaching im Mittelpunkt: KSC-Keeper Markus Miller.

Stand beim Sieg in Unterhaching im Mittelpunkt: KSC-Keeper Markus Miller. imago

Eine gehörige Portion Glück und einen starken Torhüter Markus Miller benötigte der KSC, um den Ausgleich der spielbestimmenden Hachinger zu verhindern.

Dies hatte auch Trainer Edmund Becker so gesehen. "Heute waren wir nicht so überragend wie normal. Besonders in der zweiten Hälfte hatten wir große Problem und konnten kaum für Entlastung sorgen." Die Ursache für die schweren Karlsruher Beine in dieser Phase hatte Giovanni Federico - mit einem wunderschönen Volleytreffer der Siegtorschütze - gefunden: Das schwere Montagsspiel gegen den FC Hansa (4:4) habe sehr viel Kraft gekostet, so der Führende der Torjägerliste der Zweiten Bundesliga (9 Treffer).

Den Hachingern offenbarten sich so vor allem Mitte der zweiten Hälfte eine Vielzahl an hochkarätigen Tormöglichkeiten. Allein: Den Schützlingen von Trainer Harry Deutinger mangelt es schlicht und einfach an einem zweitligatauglichen Torjäger. Vor allem Babacar NDiaye präsentierte sich weiter als Meister im Auslassen hochkarätiger Chancen. Zu Hause erzielte die SpVgg insgesamt bislang lediglich drei Tore.

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An mangelnder Einsatzbereitschaft oder schlechter spielerischer Leistung war die Niederlage jedenfalls nicht festzumachen. Kein Wunder also, dass Trainer Deutinger seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen wollte. "Wir haben in der zweiten Hälfte leidenschaftlich gekämpft", so der Coach. Auch Torwart Philip Heerwagen verstand nach dem Spiel die Welt nicht mehr: "Wir machen das Spiel, und der KSC aus einer Chance das Tor".

"Die eklatanten Mängel im Abschluss" will Deutinger nun in den kommenden Wochen abstellen. Wie er dies vollbringen will, darauf wusste der Coach am Sonntag noch keine konkrete Antwort.