Union Berlin: Ex-Präsident soll Stimmung auf der Geschäftsstelle gemacht haben

Heiner Bertram bekommt Hausverbot

Der Aufsichtsrat beschloss am Samstag, entgegen der ursprünglichen Planung selbst eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, die Mitte oder Ende November stattfinden soll. Bei dieser Versammlung wollen sich die Verantwortlichen noch einmal der Rückendeckung der rund 3800 Mitglieder versichern, um die Schlammschlacht endgültig zu beenden.

Der zu Wochenbeginn vom Aufsichtsrat als Klubchef abgesetzte Heiner Bertram, der ebenfalls eine außerordentliche Versammlung erwirken wollte, hat zudem Hausverbot für die Union-Geschäftsstelle erhalten. Der frühere Präsident soll zuletzt an seiner ehemaligen Wirkungsstätte gegen seine Rivalen Stimmung gemacht haben.

Der Aufsichtsrat hatte Bertram durch Jürgen Schlebrowski ersetzt. Dem alten Präsidenten war mangelnde Kommunikation mit dem Kontrollgremium und Alleingänge vorgeworfen worden. Geschäftsführer Bernd Hoffmann und Schatzmeister Armin Friedrich hatten zuletzt aber die Vorwürfe gegen das alte Präsidium als haltlos bezeichnet.

Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung hat Bertram die Chance, mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit den Aufsichtsrat zu kippen.