Bundesliga Analyse

Bundesliga 1997/98, 19. Spieltag
Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Oliver Reck Tor

2
Spielnote

4
Tore und Karten

1:0 Rehmer (11', M. Groth)

1:1 M. Bode (13', Todt)

1:2 M. Bode (53', Maksymov)

Rostock

Pieckenhagen 3,5 - Rehmer 3,5 , Zallmann 5 , Gansauge 4 - Ehlers 2,5 , M. Groth 4, Weilandt 3, Studer 4,5 , Barbarez 5 - Majak 4, Neuville 4,5

Bremen

Reck 2 - Wicky 3,5, Wiedener 3, Ramzy 3,5 - Todt 3,5 , T. Wolter 4,5 , Maksymov 3, Skripnik 4,5, C. Brand 4 - Frings 3 , M. Bode 2,5

Schiedsrichter-Team

Uwe Kemmling Kleinburgwedel

2,5
Spielinfo

Stadion

Ostseestadion

Zuschauer

12.500

Überraschung in der Rostocker Aufstellung: Lange blieb auf der Bank, Groth besetzte die rechte Außenbahn und Weilandt die zentrale Mittelfeld-Position. Damit bot Hansa-Coach Lienen exakt jene Formation auf, die in Wolfsburg die zweite Halbzeit bestritten hatte. Drei Veränderungen bei Werder: Reck hütete anstelle von Rost das Tor. Wiedener ersetzte Pfeifenberger als Manndecker. Todt rückte nach seiner Gelb-Sperre für Eilts (Pause wegen der 5. Gelben Karte) ins defensive Mittelfeld. Dort gewann er das Duell gegen Rostocks Spielmacher Sergej Barbarez um Längen und fand ausreichend Zeit und Raum, sich selbst immer wieder ins Bremer Angriffsspiel einzuschalten. Barbarez, der nicht eine torgefährliche Aktion startete, war allerdings in Rostocks Offensiv- Abteilung nicht der einzige, der unter Form blieb: Neuville sah gegen Wiedener keinen Stich, Ramzy behauptete sich bis zu seinem verletzungsbedingten Ausscheiden in der Mehrzahl der Zweikämpfe gegen Majak. Werders Wicky gab hinter seinen beiden Manndeckern einen klassischen Ausputzer. Skripnik (links) und Wolter (rechts) neutralisierten zwar auf den Außenbahnen ihre direkten Gegenspieler Groth und Studer, in der Offensive fielen sie freilich nicht auf. Daß dennoch nicht die völlige Ideen-Armut bei den Gästen ausbrach, war vor allem Maximow zu verdanken. Der Ukrainer bestach mit Pässen, die präzise und zum richtigen Zeitpunkt kamen, und hatte folgerichtig Anteil an beiden Gäste- Treffern. Den hatte auch Rostocks Abwehrchef Zallmann: In seinem Revier, der zentralen Zone der Dreierkette, kam er gegen Bode zweimal zu spät. Vor allem das erste Gegentor, nicht einmal 120 Sekunden nach der eigenen Führung, traf Hansa bis ins Mark. Die Möglichkeit, im eigenen Stadion ein Konterspiel aufzuziehen, war damit vertan. Zu den Aussetzern im Abwehrzentrum gesellte sich bei den Gastgebern die fehlende Kaltschnäuzigkeit im Abschluß. Bremens Keeper Reck blieb gleich mehrfach Sieger gegen Majak und Weilandt und wurde so zum Garanten des verdienten Sieges. Der geriet mit zunehmender Spielzeit immer seltener in Gefahr, weil Rostock die Breite des Platzes im zweiten Durchgang kaum mehr nutzte, über stupides Anrennen und Schüsse aus der zweiten Reihe nicht hinauskam. Nach der Hereinnahme von Pamic und Yasser zog Trainer Lienen Majak auf die linke Seite und Weilandt in die Dreierkette. Bei Werder beschattete Einwechsler Pfeifenberger fortan Barbarez, Todt rückte in die Innenverteidigung (gegen Pamic). Daß die Gäste bis zum Schluß um den Sieg bangten, hatten sie sich selbst zuzuschreiben: Unkonzentriertheiten (Bode) verhinderten erfolgreiche Konter.